Garten: Im Botanik- und Naturpark in Salzstetten gehen bald die Pfingstrosen auf / Der Eintritt ist frei

Pfingstrosen gelten als Symbol für Schönheit und Glück. Sie kündigen im Botanik- und Naturpark in Salzstetten bald den Sommer an.

Waldachtal-Salzstetten. Da Pfingsten am 23. und 24. Mai vor der Tür steht, lockt diese Attraktion wieder viele Besucher aus nah und fern in den öffentlichen Park. Die prachtvollen Blüten der chinesischen Baumpäonien bieten bald ein Feuerwerk an Farben und Düften, die betören. Die Pfingstrosen sind im Gartenparadies von Ellen und Dieter Mezger dann die unangefochtenen Stars.

Von etwa Mitte Mai bis Mitte Juni können die Betrachter in das Blühwunder eintauchen. "Da kommt ein Phänomen auf uns zu: Das wird zu Pfingsten eine Augenweide!", freut sich die Familie Mezger. Mehrere tausend Blüten öffnen sich. Es folgen beispielsweise Rhododendren, Lupinen und Azaleen und im Frühsommer Tausende von Duftrosen in ihrer bunten Vielfalt. Ursprünglich gestaltete das aus dem Stuttgarter Stadtteil Vaihingen stammende Ehepaar ihren überdimensional großen Garten als Naturpark, der von ihrer Tochter neuerdings in einen Botanik-Park umgestaltet wird. Deutlich erkennbar ist inzwischen die Handschrift von Tochter Carola Mezger, die im zwei Hektar großen Areal sehr motiviert fast täglich Hand anlegt und emsig am Arbeiten ist. Es wird bunter und blühfreudiger: Farben und Düfte bezirzen die Sinne. Die 49-jährige Floristin, die arbeitstäglich von Stuttgart nach Salzstetten fährt, hat ein Händchen für neue Ideen und Beete, die Besucherherzen erfreuen.

Großes Herz

Nach einer Idee von Dieter Mezger hat Tochter Carola zusammen mit ihrem Mann Zlatko Cawlina ein gigantisch großes Herz mit Durchblick zur Salzstetter Kirche gestaltet, das die drei in mühevoller Arbeit jetzt aufgebaut haben. Das große Gestell, an dem später einmal Rosen und Gewächse ranken sollen, entpuppt sich als wahrer Hingucker und neue Attraktion in Mezgers Gartenparadies. Die Familie Mezger dokumentiert damit: "Wir haben ein Herz für Salzstetten und die St. Agatha-Kirche im Besonderen."

Funkien, das sind großblättrige Hosta-Pflanzen, werden neu eingepflanzt. Diese aus Asien stammenden Herzblattlilien zählen zu den schönsten Blattschmuckstauden. Gesetzt wurden jüngst auch Pfirsichbäume, japanische Kobuschi-Magnolien und Rosinenbäume, Feigenbäume mit essbaren Früchten aus der Türkei und amerikanische Amberbäume mit ausgesprochener Seestern-Anmutung. Die Neupflanzung der Indianerbanane "Asimina triloba" unterstreicht den zuweilen exotischen Touch der grünen Oase in etwa 630 Metern Höhe im Nordschwarzwald. Außerdem sollen sich hier zehn Flatterulmen-Bäume entwickeln. "Sie werden 400 Jahre alt und sind in Süddeutschland kaum bekannt, höchstens in der Wilhelma." Die Flatterulme ist 2019 zum Baum des Jahres in Deutschland auserkoren worden. Der 76-jährige Dieter Mezger und seine Frau Elsbeth Friederike Johanna mit ihren 74 Lebensjahren sind froh, dass es durch das Engagement ihrer Tochter für ihren Augapfel "Park" eine Zukunftsperspektive gibt.

In der Pyramide der Orangerie können Besucher Videos von Artur Steimle mit Aufnahmen aus dem Park anschauen. Hier können auch Zylinderputzer bestaunt werden, die aus Australien kommen. Leider haben sich Besucher über reife Zitrusfrüchte hergemacht. "Uns fehlen 50 bis 80 Zitronen und Orangen", berichtet Dieter Mezger kopfschüttelnd.

Zugänglich für alle ist der öffentliche Botanik- und Naturpark 24 Stunden täglich. Der Eingang befindet sich beim Wasserreservoir in der Nähe der Filiale Salzstetten der Unternehmensgruppe Fischer, des Hotels Albblick und des Sportheim-Restaurants Zollernblick. Der Eintritt ist frei. Um freiwillige Spenden wird gebeten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: