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Waldachtal Weltrekord beim Fischertechnik-Fantag in Tumlingen

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Murmelbahn, ausgefeilte Technik, Quadrocopter, Riesenrad und eine Brücke, die den Weltrekord erringt: Beim fischertechnik-Fantag kamen die rund 1000 Gäste auf ihre Kosten. Foto: Baiker

Waldachtal-Tumlingen - Besonderes Highlight beim fischertechnik-Fantag: ein Weltrekord, das größte Fischertechnik Modell, das je gebaut wurde – eine 45 Meter lange Schrägseilbrücke, 6,12 Meter hoch, an zwei Pylonen, die 21,5 Meter auseinanderstanden, aufgehängt und nur an den Enden auf Unterlagen liegend – wie bei einer echten Schrägseilbrücke.

Michael Startmann hatte als Vorbild die Russky-Bridge in Wladiwostok im Blick. 52 360 Teile hatte Stratmann verbaut – und dabei nur 16 verschiedenen Teile verwendet.

Michael Stratmann, 42 Jahre alt, stammt aus Frankfurt und ist ein passionierter Fischertechnik-Freak. Für 13 Uhr war der Countdown angesagt. Noch lag die Brücke auf mehreren Biertischen. Würde die Brücke noch stehen, wenn die Biertische, ja der letzte in der Mitte, weggezogen werden?

Ja, der Weltrekord klappte. Stratmann erhielt aus den Händen von Marcus Keller, Geschäftsführer von fischer-Technik, eine Urkunde. Damit alles seine Richtigkeit hatte, hatte das Ingenieurbüro Georg Angres die Aufgabe, eine exakte Vermessung vorzunehmen.

Stratmann erklärte, Fischertechnik sei wie Stahlbau. Er habe die Statik ähnlicher Brücken angeschaut und dann mittels Tabellen eine Berechnung gemacht. Von Beruf ist er Diplom-Informatiker. Er wollte als Ausgleich zu seinem Beruf etwas mit den Händen tun, aber nicht im Garten, sondern große Modelle bauen.

fischertechnik erfreut seit dem ersten Jahr 1965 Jung und Alt, hat inzwischen viele Fan-Clubs, weltweit rund 35 000 Mitglieder, hat Einzug gefunden vom Kinderzimmer bis zur Hochschule, so Marcus Keller. fischertechnik ist nicht nur ein Hobby, sondern weckt echte Begeisterung. Erwachsene lassen hier auch Kindheitserinnerungen aufleben.

Neben dem jährlichen Azubi-Tag, bei dem fischer für seine hoch qualifizierte Ausbildung wirbt, hat fischer auch inzwischen eine Plattform für fischertechnik eingerichtet und lädt jährlich zu einem Fan-Tag ein. Gerne kommen dazu Großväter und Großmütter mit ihren Enkeln, Väter mit ihren Kindern, auch die eine oder andere Mutter, die alle begeistert sind von fischertechnik und zu Hause alles Mögliche damit konstruieren, ausprobieren, ihren kreativen Vorstellungen freien Lauf lassen, sich auch in Fanclubs großen konstruktiven Herausforderungen stellen. Für viele ist es mehr als ein Hobby.

Erwartet wurden wieder mehr als 1000 Gäste, darunter Fans aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Frankreich, aus England und aus Übersee. Und gegen 13.15 Uhr waren es dann auch tatsächlich nahezu 1000 Besucher.

Die Fans hatten tolle Modelle mitgebracht, die eine wahre Flut der Begeisterung auslösten. Der Schwarzwälder Bote nahm sich die Zeit, um mit den Fans in Gespräch zu kommen.

Zu sehen war ein Hoverboard oder ein Nachbau des Liebherr R 9100 Baggers. Sven Kremel, zwölf Jahre alt, baute ein Karussell. Patrick Holtz, 14 Jahre, und sein Bruder David, 16 Jahre, kamen mit den Großeltern, die bereit sind, übers Jahr ihre Enkel für fischertechnik zu sponsern. Es sei ein wunderbares Hobby, die Kinder und Jugendliche seien beschäftigt und auch das Geld sei gut angelegt, so deren Meinung.

Weiter war in einem großen Modell das Riesenrad von Wien zu sehen, Durchmesser 2,20 Meter. Markus Wolf, Jahrgang 1963, ist seit 1969 ein fischertechnik-Freak, also seit 47 Jahren. Er sagte auch, dass er bei Ausstellungen immer wieder erfahre, dass viele Besucher fischertechnik kennen beziehungsweise selbst noch im tiefen Keller oder auf dem Dachboden so manche Schätze liegen haben. Sein Ziel ist, das Riesenrad mit einem Durchmesser von 3,20 Meter nachzubauen. Er rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr.

Vom SWR4 war auch eine Journalistin da und fing so manche Eindrücke ein. Quadrocopter aus fischertechnik waren auch zu sehen. Sie fliegen wirklich. Andreas Salameth hatte auch schon einmal eine Kamera an Bord. Zu sehen und zu erfahren war auch, dass sich Väter und ihre Kinder sehr gut verstehen, wenn sie das gleiche Hobby pflegen. Es ist mehr ein Verhältnis zwischen Freunden, zwischen Kumpel – was auch ein wichtiges Detail in einer solchen Erziehung sein kann.

Ein Tag, der Begeisterung erzeugte

Im Gespräch mit Marcus Keller, Geschäftsführer von fischertechnik, war zu erfahren, dass dieses Segment immer weiter wachse. Das Wachstum liege über dem Marktdurchschnitt. Der Trend bei den Eltern gehe weg vom billigen Spielzeug zu qualitativem technischen Spielzeug.

fischertechnik findet heute auch Einsatz in der beruflichen Ausbildung, so in der Mechatronic. Man lernt Programmieren mit fischertechnik, sind doch viele Programme vergleichbar mit der Industriesteuerung. Es gibt einige Partner-Hochschulen, die fischertechnik einsetzen, so beim Konstruieren, um an 3D-Modellen Technik und Realität nachvollziehbarer zu machen.

fischer hat sich auch intensiv engagiert in vielen Kindergärten und Schulen und Erzählwerkstätten gesponsert.

fischertechnik wurde 1964 ins Programm aufgenommen, damals mit Sicherheit ohne zu ahnen, was fischertechnik im Jahr 2016 sowohl fürs Kinderzimmer als auch für die Hochschule bedeuten kann. fischertechnik besteht derzeit aus mehreren hundert Bauteilen. Alle Bauteile, auch die alten aus den Anfangsjahren sind immer noch passend.

Rundherum war es wieder ein Tag, der Begeisterung erzeugte. Die vielen Fans nahmen sich viel Zeit zu einem intensiven Austausch.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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