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Waldachtal Was tun bei Depressionen?

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Wer von Depressionen, Angst- oder Panikzuständen betroffen ist, fühlt sich oft alleine – hier soll die neue Lützenhardter Selbsthilfegruppe Abhilfe schaffen. Foto: Hopp

Waldachtal-Lützenhardt - Depression, Angst, Panik – für viele sind das Tabu-Themen, über die sie nur ungern reden. Gleichzeitig hilft der Austausch untereinander Betroffenen oft, mit ihrer Situation umzugehen. Sie gründen daher Selbsthilfegruppen – wie kürzlich in Lützenhardt.

Saskia Biancardi, welche die Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen hat, geht offen mit ihrer Erkrankung um – sie sei schließlich "wie jede andere Krankheit auch". Trotzdem handele es sich bei den Themen Depression, Angst und Panik "schon irgendwie um Tabu-Themen". Wer sich ärztliche Hilfe suche oder eine Selbsthilfegruppe besuche, werde oftmals belächelt. "Aber wenn man sich das Bein bricht, geht man ja auch ins Krankenhaus – und das ist vollkommen normal. Man braucht sich nicht zu schämen."

Dieses Gefühl will sie auch anderen Betroffenen vermitteln und hat deshalb die Selbsthilfegruppe gegründet. Die Idee kam Biancardi Ende Oktober. Kurz zuvor war sie wegen ihrer Krankheit im Krankenhaus gewesen und hatte dort regelmäßig an einem Gesprächskreis teilgenommen. "Das hat mir unwahrscheinlich geholfen. Und als ich dann wieder zurück nach Hause gekommen bin, hat mich der Gedanke, dass das sicher auch anderen helfen würde, einfach nicht mehr losgelassen."

Zwar gebe es in Horb und auch in Freudenstadt bereits ähnliche Angebote, aber auf einen Facebook-Aufruf im November hätten sich trotzdem zwölf Personen gemeldet und Interesse an einer Selbsthilfegruppe bekundet: "Die meisten haben gesagt, dass ihnen der Weg nach Freudenstadt oder Horb einfach zu weit ist." An einer Gruppe, die sich in der näheren Umgebung trifft, würden sie aber gerne teilnehmen.

Mittlerweile hat die Selbsthilfegruppe neun Mitglieder, die sich regelmäßig – jeden zweiten Dienstag – im katholischen Gemeindezentrum in Lützenhardt treffen. Dass die Gruppe den Raum benutzen kann, habe sie Pfarrer Anton Romer zu verdanken, der ihr schon im Oktober seine Unterstützung zugesichert hatte: "Pfarrer Romer war einer der Ersten, mit dem ich über meine Idee gesprochen habe und war sofort bereit zu helfen."

Noch in der Aufbauphase

Einen festen Ablauf gebe es bei den Treffen der Gruppe nicht. Meist starten sie mit einer Feedback-Runde, in der die Teilnehmer sich von den vergangenen zwei Wochen berichten – von dem was gut lief genauso wie von dem was nicht so gut lief. Biancardi ist es wichtig, dass während der Treffen jeder zu Wort kommt. Deshalb soll die Gruppe nicht zu groß werden – maximal zwölf Personen hält sie für ideal, um die eineinhalbstündigen Treffen optimal nutzen zu können.

"Wenn aber jemand das Bedürfnis hätte, einfach nur eineinhalb Stunden dabeizusein oder zu weinen, wäre das genauso in Ordnung." Das habe Biancardi von Beginn an klar gestellt. Schließlich gehe es bei den Treffen vor allem darum, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben: "Man kann in dieser Gruppe über Dinge reden, für die man sonst in seinem direkten Umfeld eigentlich keinen Ansprechpartner findet."

Momentan – das betont Biancardi – befinde die Selbsthilfegruppe sich noch in der Aufbauphase. Mit der bisherigen Entwicklung sei sie aber zufrieden – umso mehr, weil schon mehrere externe Spezialisten in den Bereichen Depression, Angst und Panik Interesse angemeldet hätten, einem Treffen der Gruppe beizuwohnen. Momentan sei zwar noch nichts sicher, Biancardi blicke aber positiv gestimmt in die Zukunft.

Weitere Informationen:

Interessierte können sich über Facebook oder unter der Rufnummer 0172/ 75 26 306 an Saskia Biancardi wenden.

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