Chorleiterin Katharina Wilding hofft auf ein baldiges Wiedersehen. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Grußbotschaft: Katharina Wilding beglückt die 33 Mitglieder des evangelischen Kirchenchores in Waldachtal / Tolle Resonanz

Waldachtal. Eine besondere Überraschung flatterte den 33 Mitgliedern des evangelischen Kirchenchores in Waldachtal just am Valentinstag ins Haus: Sie erhielten eine aufmunternde und zuversichtliche Gruß-Botschaft von ihrer Chorleiterin.

"Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!" Mit diesem hoffnungsvollen Psalmvers grüßt Chorleiterin Katharina Wilding die Sänger der kirchlichen Chorgemeinschaft in Waldachtal. Sie fügte einen süßen Herzensgruß bei. Damit will sie ein Zeichen der Verbundenheit in diesen schwierigen und belastenden Corona-Zeiten setzen.

Die Musikpädagogin vertraut auf christliche Glaubenskraft: "Das Singen tut uns gut und Gott hat es in der Hand, die nötigen Wunder zu vollbringen, damit diese unsägliche Pandemie endlich zu Ende geht." Vielleicht kommt doch ein himmlischer Hoffnungsstrahl? An jeden einzelnen Vokalisten richtete sie Worte des Dankes und lenkt den Blick auf einen baldigen Wiederanlauf des Chor-Probenbetriebs: "Und mit diesem Vers bedanke ich mich vor allem bei dir, dass du trotz aller Unbill, die uns noch immer heimsucht, immer wieder im Kirchenchor mitsingst, oder an ihn denkst. Auch ich denke immer wieder an den Chor, wie es doch schön wäre, wenn ich wieder mit euch allen proben könnte. Ihr fehlt mir so!"

Seit 2012 leitet sie den evangelischen Kirchenchor Waldachtal. Sie verbindet ihren freundschaftlichen Valentins-Gruß mit Wünschen um viel Geduld, Gesundheit und Gottes Segen. "Dass wir uns bald wiedersehen können, um miteinander zu singen!" Bewusst wählte die 55-jährige Dirigentin den Valentinstag: "Ich bin meinem Chor wirklich zugeneigt, mit Herzblut!"

Hoffnung auf baldiges Wiedersehen ist groß

Der engagierten Chorleiterin liegt es auf der Seele, dass bald wieder Normalbetrieb möglich ist: "Dass wir wieder unbeschwert proben können, mal uns an einem Stück festbeißen, bis wir es wirklich alle können, und die Lieder singen, die der Kirchenchor kann und nicht die, die am nächsten Sonntag dran sind und schnell eingebimst werden müssen."

Die Resonanz von Chormitgliedern, die ja mit ihrer Stimme dem Chor den Klang verleihen, fällt überaus positiv aus: Beispielsweise hat sich Sopranistin Gisela Hornberger in Salzstetten sehr über die nette Grußbotschaft gefreut. Die leidenschaftliche Sängerin ist aktiv in vier Chören in Waldachtal und sehnt sich nach der Chorgemeinschaft: "Das Singen fehlt mir. Und die Geselligkeit."

Konrektor a.D. Ernst Friedrich Laun, der den Kirchenchor früher selbst 48 Jahre lang leitete, begrüßt den Gruß der Chorleiterin: "Ich war sehr berührt. Wir Chormitglieder vermissen uns gegenseitig alle sehr." Der in Dornstetten wohnende Allround-Sänger findet es bedauerlich, dass der Kirchenchor nicht in Gesamtheit singen kann, sondern coronabedingt nur im Quartett.

Seit 1963 singt Erika Burkhardt im Sopran und ist heute die dienstälteste Sängerin. Die 72-jährige aus Hörschweiler schätzt es, dass Wilding ein Zeichen der Verbundenheit setzt: "Über diese tolle Geste bin ich positiv überrascht." Sie meint: "Die Gemeinschaft und Zusammenkunft fehlt uns." Sie anerkenne es wie auch viele andere Aktive, dass sich die Chorleiterin so reinkniet.

"Ich habe das gemacht, weil mir ›meine‹ Chormitglieder am Herzen liegen und auch ich Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft bin", erklärt Wilding ihre Aktion am "Tag der Liebenden" und dem "Tag der Freunde". Das Echo auf ihre Aktion zum Valentinstag fiel überwältigend aus. Der Tenor der Beglückten: "Wir sind total glücklich, aber gleichzeitig unglücklich, dass wir uns nicht sehen dürfen!" So ist es der Chorleiterin gelungen, eine hoffnungsvolle Stimmung zu erzeugen.

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