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Waldachtal Thema: "Auf gute Nachbarschaft"

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Der Tübinger Bengelhaus-Studienleiter Friedemann Fritsch gestaltet mit Studierenden einen Gottesdienst.Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Friedemann Fritsch, Studienleiter des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen, kommt am 16. August zu einem besonderen Gottesdienst auf dem Bibelweg nach Waldachtal.

Waldachtal. Gottesdienste zum Thema "Verantwortung übernehmen" hält Pfarrer i.A. Johannes Wegner am Sonntag, 9. August, von der evangelischen Kirchengemeinde Waldachtal um 9 Uhr in der Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler und um 10 Uhr in der Marienkirche Cresbach. Er predigt zum Leitgedanken "Wer ich? – Ja, du" und darüber, auch im Schwierigen dran zu bleiben. Ein besonderer Sonntagsgottesdienst ist am 16. August, um 10 Uhr auf der Wiese auf dem Bibelweg geplant. Als Gastredner kommt der promovierte Pfarrer Friedemann Fritsch, der Studienleiter des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen.

"Auf gute Nachbarschaft" lautet das Thema des Open-Air-Gottesdienstes der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Waldachtal. Dazu erläutert Wegner: "›Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt‹ – so drückte es schon Friedrich Schiller aus." Er könne schlicht sagen: "Andere sind immer anders. In der Regel klappt es mit der guten Nachbarschaft, in Gemeinde und in der Familie." Manchmal funktioniere die erhoffte gute Nachbarschaft aber auch nicht. Es laufe nicht nach Wunsch. Und genau dazu habe die Bibel etwas zu sagen, meint der 47-jährige Pfarrer von Waldachtal: "Sie gibt Hilfe für ein gutes Miteinander, gerade auch, wenn es mal schwierig wird."

Fritsch wird den Sonntagsgottesdienst am 16. August auf dem Bibelweg Waldachtal zusammen mit Studierenden des Bengelhauses gestalten. Neben dem evangelischen Kirchenchor Waldachtal unter Leitung von Katharina Wilding wird auch ein besonderes Instrument zu Gehör kommen, ein sogenanntes Archiliuto (Theorbe). Die Theorbe zählt zu den Lauten-Instrumenten und wird den Bass-Instrumenten zugeordnet.

Im Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen üben Studierende der Universität Tübingen es ein, miteinander zu leben und den Glauben zu teilen. Ziel des renommierten Hauses ist es, den jungen Studenten Begleitung, Beratung und ein ergänzendes Lehrprogramm zu geben, in dem eine an der Bibel orientierte Lehre die Richtung vorgibt. So werden sie in einer deutschlandweit einzigartigen Weise für ihren Dienst als Pfarrer und Lehrer vorbereitet. Über 1000 Absolventen des Bengelhauses arbeiten derzeit in Kirchen und Schulen. "Der Freudenstädter Dekan Werner Trick, mein Vorgänger Pfarrer Markus Arnold und viele andere Pfarrerinnen und Pfarrer in und um Freudenstadt studierten im Bengelhaus", berichtet Wegner. "Man kann sagen: Wo ein ›Bengel‹ oder eine ›Bengelin‹, da lebt Kirche." Jedoch: Das Albrecht-Bengel-Haus ist ein Freies Werk. Es lebt von Spenden, nicht von Kirchensteuern. Wegner: "Deshalb hat die evangelische Gesamtkirchengemeinde Waldachtal beschlossen, dass das gesamte Opfer dem Bengelhaus und seiner Arbeit dienen soll."

Der Namensgeber des Hauses, Johann Albrecht Bengel (1687-1752) war selbst schwäbischer Pfarrer, ein lutherischer Theologe und ein Hauptvertreter des deutschen Pietismus. Er gilt als der wichtigste württembergische Pietist des 18. Jahrhunderts und tat sich besonders in der Exegese des Neuen Testaments und seinen chiliastischen Endzeit-Theorien hervor. In Denkendorf beeinflusste er zwei Generationen von Schülern, die als schlagfertige und biblisch fundierte Pfarrer in Erscheinung traten und eine erhebliche Wirksamkeit innerhalb der Landeskirche entfalteten. 1741 wurde Bengel Prälat von Herbrechtingen, 1749 Abt von Alpirsbach.

Nach dem Gottesdienst am 16. August ist Zeit für Begegnung. In einer Nachversammlung von 11.15 bis 11.45 Uhr informieren Studienleiter Fritsch sowie Studierende über aktuelle Themen aus dem Bengelhaus.

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