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Waldachtal Stets unter zehn Minuten am Einsatzort

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Wegen Starkregen trat die Waldach aus ihren Ufern und sorge auch in Lützenhardt für Überschwemmungen. Archiv-Foto: Schülke Foto: Schwarzwälder Bote

Die freiwillige Feuerwehr Waldachtal (FFW) hielt am vergangenen Samstag im Feuerwehrhaus Lützenhardt ihre Hauptversammlung ab.

Waldachtal. Neben Bürgermeisterin Annick Grassi waren auch die Ortsvorsteher Friedrich Gerhardt (Cresbach), Hartmut Romann (Tumlingen) und Ludwig Blum (Lützenhardt) anwesend. Kreisbrandmeister Frank Jahraus und Maik Zinser (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband FDS) sowie Kreisjugendleiter Dirk Raible besuchten die Kameraden ebenfalls.

Kommandant Marco Nofz führt aktuell eine Mannschaft von 50 Feuerwehrkameraden an, der auch drei Frauen angehören. Nach wie vor präsentiert sich die Wehr aus Waldachtal von ihrer besten Seite: Insgesamt 50 Übungen mit insgesamt rund 3000 Übungsstunden leisteten die Kameraden im vergangenen Jahr – auch dies ist wieder eine wesentliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Elf Brände im vergangenen Jahr

Zu insgesamt 87 Einsätzen musste die Wehr ausrücken. Darunter befanden sich unter anderem elf Brände sowie 66 Hilfeleistungen. Dabei konnten die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen insgesamt fünf Menschen retten.

Das Starkregenereignis im Juni des vergangenen Jahres bescherte den Einsatzkräften 71 gemeldete Überschwemmungen oder "abgesoffene" Keller. 48 dieser Ereignisse, so Nofz, seien dabei mit Hilfe der benachbarten Wehren aus Schopfloch, Ober- und Unteriflingen sowie Pfalzgrafenweiler abgearbeitet worden.

Die Anforderungen in Bezug auf die Ausrüstung der FFW habe die Gemeinde stets erfüllt, sagte Nofz. Insgesamt sei die Situation der FFW positiv, was vor allem der Unterstützung der Gemeinde und der tatkräftigen Stellvertretern des Kommandants Manfred Luz und Leonhardt Wittich zu verdanken sei. Ein akutes Personalproblem habe die FFW ebenfalls nicht, konstatierte Nofz.

Den für 2019 vorgegebenen Kurs will Nofz realitätsnah, zielorientiert und in die Zukunft gerichtet beschreiten. "Lernen wir, immer besser zu werden", forderte er seine Kameraden auf.

Eindrucksvoll gestalten sich die Eintreffzeiten der Wehr: Die Ausrückzeit betrug im Durchschnitt fünf Minuten, wobei die Fahrtzeiten von durchschnittlich drei Minuten zum Einsatzort hinzugerechnet werden. In den allermeisten Fällen blieb die Wehr damit deutlich unter zehn Minuten, bis das erste Fahrzeug vor Ort war.

Schriftführer Michael Krüger ließ in seinem unterhaltsamen Jahresbericht nicht nur die Einsätze der Wehr Revue passieren:

Auch die Geselligkeit darf bei den Kameraden nicht zu kurz kommen. Kameradschaftspflege durch gemeinsame Unternehmungen und Aktivitäten festigen den Zusammenhalt.

Fortbildung, Ausbildung und gemeinsame Weiterbildungen schweißen die Truppe zusammen. Dazu gehörten auch die Übungen und Weiterbildungsmaßnahmen der Feuerwehrsanitäter.

In seinem Ausblick gab Krüger bekannt, dass im Mai dieses Jahres wieder Übungen im EnBW-Brandcontainer auf dem Gelände der FFW-Abteilung stattfinden sollen. Des Weiteren will die Abteilung im Rahmen einer Kreisausbildung, welche in Waldachtal stattfinden wird, 24 neue Truppführer ausbilden. Ebenso stehen Übungen mit den benachbarten Feuerwehren auf der Agenda der Kameraden.

Auch die Altersfeuerwehrgruppe der Waldachtaler zeigt sich laut Gottfried Randecker noch überaus rege. Insgesamt acht Stammtische fanden statt, und in drei Ausfahrten pflegten die Senioren ihre Kameradschaft.

Grassi lobte in ihrer Ansprache vor allem die Leistung der FFW während dem Starkregenereignis des vergangenen Jahres. "Das war wirklich gute Arbeit", konstatierte die Bürgermeisterin. Bis spät in die Nacht seien die Kameraden damals im Einsatz gewesen und standen am darauf folgenden Tag am Vormittag wieder mit 20 Personen bei einem Pkw-Brand zur Verfügung. "Hut ab, dass die Mannschaft auch an den Folgetagen wieder so stark im Einsatz war", würdigte Grassi das Engagement der FFW. "Wir sind stolz auf so eine schlagkräftige Truppe", sprach sie auch im Namen des Gemeinderats aus.

Extremes Wetter wird zur Herausforderung

Jahraus gab zu bedenken, dass die Feuerehren auf extreme Wetterverhältnisse vorbereitet sein müssen, um die Einsätze auch ordentlich abarbeiten zu können. Deshalb soll auf Landkreisebene im Oktober diesen Jahres auch eine Unwetterübung stattfinden.

Lobend hob der Kreisbrandmeister auch den Zielerreichungsgrad der Waldachtaler Wehr hervor und stellte zudem fest: "Das Feuerwehrhaus steht genau am richtigen Platz", betonte Jahraus hinsichtlich der schnellen Ausrückzeiten der Kameraden. Auch Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Maik Zinser bescheinigte der Feuerwehr-Abteilung eine vorbildliche Arbeit im vergangenen Jahr.

In seinen Grußworten machte Zinser unter anderem auf soziale Absicherung für Einsatzkräfte sowie die Veranstaltung "Feuerwehr in Bewegung" am 28. September 2019 aufmerksam.

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Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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