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Waldachtal Senioren beten für ein gutes Miteinander

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Mehr als 150 Senioren aus der Gemeinde Waldachtal erlebten in der Gemeindehalle in Salzstetten einen schönen Nachmittag. Sie erfreuten sich am bunten Unterhaltungsprogramm, das der Kindergarten Salzstetten, die Senioren-Gymnastikgruppe des VfB Cresbach und der gastgebende Seniorenclub Salzstetten gemeinsam gestalteten. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Mehr als 150 Senioren aus der Gemeinde Waldachtal erlebten in der Gemeindehalle Salzstetten einen unterhaltsamen Nachmittag. Beim kurzweiligen Programm und gemütlichen Beisammensein ging den älteren Mitbürgern das Herz auf.

Waldachtal-Salzstetten. Beim 18. Senioren-Treffen bewirtete der Seniorenclub Salzstetten. "23 Kuchen wurden selbst gebacken", hob Leiterin Karin Fahrner hervor. Salzstettens Ortsvorsteher Freddy Hassel, der sich als "Hausherr" über die vielen Teilnehmer freute und sich nette Begegnungen wünschte, führte als Moderator durch das abwechslungsreiche Programm.

An die 30 Kinder des Kindergartens "Blinkender Sonnenstern" Salzstetten um Leiterin Doris Wössner bereicherten den Nachmittag mit drei Liedern. Mitsingen durften die Betagten beim gemeinsamen Kanon "Hejo, spann den Wagen an". Auf den lebhaften Tanz von der Haselnuss folgte eine Überraschung: Als Muntermacher verteilten die Kindergartenkinder große Haselnüsse mit lachenden Gesichtern an die Senioren. Karin Fahrner und Ute Luger belohnten die Kids mit gesunden Äpfeln und Süßigkeiten.

Hassel hatte mit dem Auftritt seiner Vereinskameraden vom VfB Cresbach/Waldachtal nicht zu viel versprochen: Die Senioren-Gymnastikgruppe landete mit ihrem gekonnten Sitz-Tanz zum Andreas Gabalier-Hit "I sing a Liad für di" einen Volltreffer. Die Seniorensportler, die von Gerlinde Bunzheim geleitet und von Übungsleiterin Sylvia Ziefle gecoacht werden, erfüllten gerne die Zugaberufe.

Kurzerhand zwölf Personen aus dem Seniorenclub Salzstetten engagierte Fahrner, um den amüsanten Sketch "Der Förster vom Silberwald" aufzuführen. Der Förster (Georg Saller) fährt einem Liebespaar (Ella Reitz und Klaus Luger) in die Parade. Ein Hund (Bernd Hemminger) heult. In das Improvisationstheater wurde das Publikum eingebunden. Die einen durften den Wind nachahmen und die anderen wie Vögel zwitschern. Den flugs zusammengestellten Bühnen-Akteure, die zuvor null geprobt hatten, war der anerkennende Applaus der Zuschauer gewiss.

Sehr beeindruckt von den gelungenen Darbietungen zeigten sich neben den Rednern und dem früheren Bürgermeister Heinz Hornberger auch die Ortsvorsteher Friedrich Hassel (Salzstetten), Ludwig Blum (Lützenhardt) und Gebhard Weißgerber (Cresbach) sowie Diakon i.R. Wilhelm Pöndl.

Mit Alleinunterhalter Gebhard Steimle aus Salzstetten wurde ein Joker gezogen: Er spielte beliebte volkstümliche Weisen und Hits rauf und runter, auch zum Mitsingen. Zu Heimat-Hymnen der Waldachtaler Senioren avancierten "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" und "Im Schönsten Wiesengrunde" als auch "Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal".

Gedanken zu Zufriedenheit und Dankbarkeit steuerte Pfarrer Anton Romer von der katholischen Seelsorgeeinheit bei. Die meisten Menschen hierzulande hätten ein Dach über dem Kopf und genug zum Essen und Trinken. Und so viele Kleider, dass man ratlos vor dem Schrank stehe und nicht wisse, was man anziehen solle. Wenn weniger im Schrank wäre, wäre das manchmal leichter. "Seit 70 Jahren dürfen wir in Frieden leben. Von unserer Gesundheitsversorgung können Menschen in anderen Gegenden der Welt nur träumen. Die andere Seite der Medaille: Auf der Welt gibt es viel zu viel Not. Jeder neunte Mensch hat nicht das Nötigste zu essen. In Deutschland haben 650 000 Menschen keine Wohnung."

Schlagzeilen aus der Welt machen unruhig. Doch es gibt nicht nur Not, Elend und Gefahr, sondern auch freundliche Begegnungen und verlässliche Beziehungen, liebende Menschen, und es gibt Erfolg und Gelingen. "Wir haben Grund, dankbar zu sein", meinte Romer. Und das gebe Kraft und Möglichkeiten, etwas für die zu tun, denen es nicht so gut gehe wie uns. Für das Gute im Leben zu danken, vergesse man leicht. Er zitierte Psalm 103: "Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat."

Bürgermeisterin Annick Grassi, die wegen eines Gemeindetag-Termins in Stuttgart später hinzukam und sich ob der großen Teilnehmerzahl im Gemeindesaal Salzstetten überwältigt zeigte, lobte das Engagement aller Protagonisten und lobte Salzstettens Seniorenleiterin Karin Fahrner und ihr fleißiges Team besonders.

Pfarrer z.A. Johannes Wegner von der evangelischen Gemeinde, der seit 1. August mit Frau, vier Töchtern, Hund und Pferd in Waldachtal wohnt, richtete das geistliche Schlusswort an die 150 Senioren. Er beleuchtete den Generationenvertrag zwischen Jung und Alt und betete mit den Teilnehmern des Treffens für das gute Miteinander in Waldachtal. Gott solle das Leben und die Herzen füllen mit Glaube, Hoffnung und Liebe.

Wegner meinte: "Es darf nicht sein, dass wir vereinsamen." Der evangelische Geistliche zitierte Kirchenvater Augustinus: "Unser Herz ist unruhig bis es Ruhe findet in dir o Gott." Wegner zollte Cheforganisatorin Karin Fahrner seinen Respekt für den toll organisierten Nachmittag, an dem sich alle sehr wohl fühlten. Ein ganz großes Lob verdienten sich die ehrenamtlichen Helfer des gastgebenden Seniorenclubs Salzstetten mit Natascha Blöchle, Sigrid Bolsinger, Karin Fahrner, Cäcilia Hug, Marlene Krüger, Klaus und Ute Luger, Gudrun Müller, Sieglinde Randecker, Petra Schwarzmann, Eduard Singer, Ruth Teufel, Ella Reitz, Gisela Ungericht, Georg Saller. Die achtjährige Emma Blöchle half fleißig mit.

Sehr dankbar für den Auf- und Abbau des Saales ist Fahrner den Helfern Horst Bürkle, Bernd Hemminger, Ralf Randecker, Georg Saller, Lukas Schwarz. Elmo Vater verantwortete die Technik.

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