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Waldachtal Scharenweise Reha-Gäste sind Vergangenheit

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Melanie und Siegfried Weinläder (von links) engagieren sich seit 26 Jahren auf der Miniaturgolf-Anlage im Breitenbachtal im Luftkurort Lützenhardt. Sie werden von Isolde Klumpp unterstützt.Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Sie ist ein Geheimtipp für Gäste und Einheimische im Luftkurort Lützenhardt: Die idyllisch im Breitenbachtal gelegene Miniaturgolf-Anlage. Doch die Pächter machen sich Sorgen, da die Zahl der Kurgäste rückläufig ist.

Waldachtal-Lützenhardt. Melanie Weinläder, geborene Blöchle, aus Lützenhardt und der aus Dornstetten stammende Siegfried Weinläder sind seit 26 Jahren die Pächter der Freizeitanlage im Breitenbachtal, wo sich auch der besuchenswerte Waldsee befindet. Die 67-Jährige und der 71-Jährige werden unterstützt von Isolde Klumpp (61), der Schwester von Siegfried Weinläder. Sie verstärkt das Team bei Bedarf und macht Vertretungen.

Im Corona-Jahr 2020 ist der Spielbetrieb auf der Miniaturgolf-Anlage wieder seit 27. Juni möglich. Die Pächter freuen sich, endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen: "Bürger und Gäste in Waldachtal sind herzlich eingeladen und stets willkommen." Zwölf Bahnen warten auf Spielfreudige, die in ihre Freizeit etwas Abwechslung bringen möchten. Diese befinden sich in einem guten Zustand, denn die Spielstationen, die aus Recycling-Werkstoffen hergestellt sind, wurden erst vor fünf Jahren komplett erneuert. Vor allem Familien mit Kindern haben hier ein Areal, um in der Ferienzeit sowohl aktiv zu werden, als auch sich zu entspannen. Die Pächter freuen sich über Lob von Besuchern und ziehen daraus ihre Motivation, auch nach 26 Jahren noch weiter zu machen. Immer wieder sagen ihnen Gäste, wie schön und geruhsam und gleichsam gemütlich es auf dem Miniaturgolfplatz in Lützenhardt ist. Melanie Weinläder lächelt: "Wir brauchen nicht in den Urlaub. Hier ist es so schön."

Keine Mutter-Kind-Kuren

Was den Betreibern Sorgen macht ist der Rückgang der Besucherzahlen, die mit Veränderungen bei den Mutter-Kind-Kuren und den Kur- und Reha-Gästen im Luftkurort einhergeht. Siegfried Weinläder erklärt: "Früher kamen sie von der Mutter-Kind-Klinik zweimal in der Woche auf den Minigolfplatz. Seit zwei Jahren nicht mehr." Es gibt keine Mutter-Kind-Kuren mehr. "Und die Zahl der Kurgäste lässt ebenso nach." Früher kamen scharenweise Reha-Gäste vorwiegend aus dem Ruhrpott in den Waldachtal-Luftkurort nach Lützenhardt, um die frische Schwarzwaldluft zu genießen und Kurmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. "Der Spielbetrieb auf unserer Minigolfanlage hat nachgelassen", sagt der langjährige frühere Mitarbeiter der Waldachtaler Unternehmensgruppe Fischer. "Die meisten Gäste, die fast täglich her kommen, sind Stammgäste aus dem Ort." Ab und wann kommen Frauen-Gruppen zu einem Kaffee-Treff. Mehr Besucher kommen vor allem an den Wochenenden.

Der Kiosk in der Miniaturgolf-Anlage im Breitenbachtal bietet neben allerlei Getränken, Kaffee und Tees auch Rote Würste und darüber hinaus ausgewählte Speisen nach Vorbestellung für Gruppen. "Früher hatten wir Kuchen im Angebot", sagen Melanie und Siegfried Weinläder. Aber der Absatz sei unwägbar gewesen. Überhaupt: Es ist eine Gratwanderung für die Weinläders. Ständig sinnen sie darüber nach, ob sich die Betreibung der Anlage für sie als Pächter weiterhin noch lohnt. Die Freizeitanlage ist im Besitz der Gemeinde und wird auch im touristischen Interesse betrieben. Melanie Weinläder hat ab 1994 unter Bürgermeister Heinz Hornberger selbst 15 Jahre lang auf der Kurverwaltung, heute Tourist-Information, gearbeitet und weiß um die tiefgreifenden Veränderungen in der Gästezahl und Struktur. Freilich wünschen sie sich wieder mehr Besucher, damit sich ihr Engagement wenigstens lohnt und sie eine Perspektive haben.

Desinfizierte Ausrüstung

Die Betreiber haben soweit alles für die Miniaturgolf-Saison 2020 vorbereitet und organisiert. Seit Mai ist die Anlage geöffnet und schließt wieder Ende September. Also noch etliche Wochen Zeit für Interessierte, die Anlage zu besuchen und den Minigolfschläger zu schwingen. Eine ergänzende Corona-Verordnung für Minigolf-Anlagen gibt es nicht. Aber: Miniaturgolf-Schläger, Bälle, Klemmbrett und Stifte werden nach jeder Benutzung gereinigt und desinfiziert. Zudem werden die Besucher darum gebeten, die Hände vor jeder Spielrunde zu waschen und zu desinfizieren. Eine Mund-Nase-Schutzmaske wird beim Zahlvorgang an der Kasse empfohlen. Für Sitzgelegenheiten und Durstlöscher nach dem Spiel ist gesorgt. Spezielle Angebot für Kinder können bei den Pächtern angefragt werden.

Geöffnet hat die Lützenhardter Miniaturgolfanlage in der Breitenbachstraße 21 täglich von 15 bis 20 Uhr. Es gibt keinen Ruhetag.

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