Das Cristallux-Werk feierte sein 50-jähriges Bestehen. Fotos: Cristallux Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Firma Cristallux-Werk Waldachtal feiert 50-jähriges Bestehen / Leuchten für Kreuzfahrtschiffe

Waldachtal. Mit einem kleinen Fest mit Betriebsangehörigen, deren Partnern sowie einigen Lieferanten feierte die Cristallux-Werk Waldachtal GmbH ihr 50-jähriges Bestehen. Sie wurde 1963 von dem Textilingenieur Wolfgang Arnold gegründet.

 

Der Textilingenieur Wolfgang Arnold gründete die Firma Cristallux am 22. November 1963. Bis zu ihrer Veräußerung an die Firma Norddeutsche Seekabelwerke im Juli 1979 wurde sie von ihm betrieben – zuerst in der Mahlmühle in Oberwaldach als Produktionsstätte und Zulieferer für die Möbel- und Leuchtenindustrie. Fertigleuchten wurden in Lützenhardt (im ehemaligen Granzow-Gebäude) unter dem Namen Lumoplast unter dem Geschäftsführer Peter Stein verkauft.

Das Werk befasste sich mit der Entwicklung und Produktion von Leuchtenschirmen und Leuchtenhalbzeugen sowie Dekoartikeln für die Leuchten- und Möbelindustrie, Spiegelrahmen und beleuchteten Spiegelrahmen komplett mit Installationen, Lichtblenden für Langfeldleuchten und Spiegelschränke. Neben einigen Objektgeschäften wurde vorwiegend die weiterverarbeitende Industrie beliefert.

Im Jahr 1979 wurde das Cristallux-Werk an die Norddeutschen Seekabelwerke verkauft. Beide Unternehmen arbeiteten mit dem gleichen Rohstoff "Polysterol". Somit hatten die Seekabelwerke ein zweites Standbein gefunden.

Horst Schindler, der als technischer Betriebsleiter von den Seekabelwerken bei Cristallux angestellt war, entwickelte die Platte QF2 (eine transparente Platte mit Schaumfolie kaschiert) und ließ diese patentieren. Damit wurde die Nachfrage nach Blenden extrem gesteigert.

Horst Schindler übernahm 1988 das Cristallux-Werk. In langsamen Schritten sollte die Entwicklung neuer Produkte möglichst unter Nutzung vorhandener beziehungsweise modifizierter Maschinen betrieben werden.

"Der Vertriebsschwerpunkt soll auf enger technischer und stilistischer Zusammenarbeit mit den Kunden liegen. Die Entwicklungsabteilung wird mittelbar in den Vertrieb eingebunden sein. Vorhandene sowie neue Kunden müssen seitens Cristallux besonders durch persönliche Kontakte gepflegt und betreut werden", beschrieb der Seniorchef, was ihm besonders am Herzen lag. Dies wird noch heute so weitergeführt. Immer an seiner Seite und verantwortlich für die Finanzen war Lydia Schindler, die bis heute noch Gesellschafterin der GmbH ist.

Am 1. November 1998 ging Horst Schindler in den Ruhestand, war aber täglich bis zu seinem Tod 2003 in seiner Firma und stand jedem mit Rat und Tat zur Seite. Seit 1998 ist Thomas Schindler geschäftsführender Gesellschafter und hat die damals kleine Wohnraumleuchte zu großen Leuchten weiterentwickelt.

Cristallux ist weltweit auf Messen präsent mit neu entwickelten Leuchten, um neue Kontakte zu knüpfen, aber auch alte zu pflegen. Thomas Schindler zur Seite steht seine Frau Heike, die für die Buchhaltung und das Personal zuständig ist. Einige Produkte verschwanden im Laufe der Jahre aus der Produktpalette, aber es öffneten sich auch viele neue Türen.

Durch Investitionen im Maschinenpark und der Ausbildung von Mitarbeitern im kaufmännischen und produktiven Bereich sowie die stetige Weiterentwicklung von Produkten kann sich die Firma Cristallux auf dem Markt in einer speziellen Nische behaupten.

Um auf dem Markt bestehen zu können, hat das Unternehmen schon immer besonderen Wert auf die qualifizierte Ausbildung seiner Mitarbeiter gelegt. Im Jahr 2012 hat der Auszubildende Marc Dötling den IHK-Preis als Jahrgangsbester seines Ausbildungsberufes (Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik) erhalten.

Der Ausblick in die Zukunft zeigt, dass sich der Leuchtenmarkt in einem historischen Umbruch befindet. LED-Technik hält überall Einzug. Cristallux ist dafür gewappnet mit neuen Designs und neuer Technik, die im eigenen Haus entwickelt wurde. Ziel ist, die neue Technik in dekorative Produkte umzuwandeln.

Für die Grundauslastung bei Cristallux sorgen Aufträge für den Bau von Kreuzfahrtschiffen in Papenburg und Turku. Cristallux ist bei sechs Schiffen in Papenburg und zwei in Turku mit Leuchten vertreten.

Thomas Schindler hob bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Firma besonders die Mitarbeiter hervor, die sich stets für die Firma einbringen.

Er erwähnte stellvertretend für alle anderen Frau Goldschmid, die bereits seit 1977 zur Cristallux-Familie gehört, und den Steuerberater Herrn Haaga, der bereits seit der Ära Horst und Lydia Schindler ein Teil des Teams ist. Herr Müller, Betriebsrat und der Mann für die Verwaltung, ist seit 1993 bei Cristallux, Meister Chukwu seit 1995 und der technische Betriebsleiter Herr Rohloff, der auch für die Auszubildenden zuständig ist, seit 2000.