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Waldachtal "Ich bin glücklich, dass die Saat aufgegangen ist"

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Wa ldachtal-Salzstetten. Für Diplom-Theologin Anneliese Benz-Pöndl in Salzstetten runden sich heute acht Lebensjahrzehnte. 30 Jahre lang hat sie sich in der katholischen St.-Agatha-Kirchengemeinde mit großer theologischer Kompetenz in vorbildlicher Weise engagiert und sich bleibende Verdienste erworben.

An der Seite ihres Mannes, Diplom-Theologe Wilhelm Pöndl (76), der als Ständiger Diakon tätig war, hat sie viele pastorale und diakonische Aufgaben ehrenamtlich übernommen. Bis vor zehn Jahren hielt sie noch biblische Vorträge in der Region. Wie ihr Mann leistete sie ein riesiges Arbeitspensum. Die Ära Pöndl hat in Salzstetten Spuren hinterlassen.

Nach schweren Erkrankungen musste Anneliese Benz-Pöndl in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Einschränkungen leben. Zu ihrem 80. Geburtstag kann sie wieder etwas aufatmen und hat ihr Lächeln wieder gefunden: "Ich bin glücklich, dankbar und zufrieden mit meinem Leben." Nach eigenen Worten lebt sie aus der spürbaren Kraft des täglichen Gebetes in vielen Anliegen.

Dankbarer Rückblick

Dankbar blickt sie auf ihre intensive aktive Zeit im katholischen Pfarrhaus Salzstetten zurück. Als Leiterin der Ministrantenarbeit mit zuweilen über 60 Minis sind ihr viele Mädchen und Jungen ans Herz gewachsen. Mit ihrem besonderen Organisationstalent hat sie mehr als 60 Freizeiten und drei Rom-Wallfahrten für die Minis vorbereitet und durchgeführt. "Ich bin glücklich, dass die Saat aufgegangen ist", sagt die heutige Jubilarin und fügt hinzu: "Für jede Stunde, in der ich in Salzstetten war, bin ich dankbar, dass ich Menschen begleiten durfte."

Ihr ist es gelungen, Kinder, Jugendliche und junge Mütter für die Mitarbeit in der Kirchengemeinde zu begeistern. Zahlreiche Aufgaben übernahm sie als Pfarrhausfrau und Pfarramt-Sekretärin. Bibelseminare zu halten, galt als eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Sie agierte viele Jahre als eine gefragte Referentin, denn sie verfügt über die Fähigkeit, theologische Zusammenhänge in einfachen Worten sagen zu können.

Gern denkt sie an ihr Theologie-Studium in Tübingen bei Professor Gerhard Lohfink mit ihrem Lieblingsfach "Neues Testament" zurück. Katholische Religion zu unterrichten und Jugend- und Familiengottesdienste vorzubereiten, war ihr wichtig. Sie handelte stets nach ihrem persönlichen Leitspruch "Dienet einander in Liebe". Sie hat enorm viel gearbeitet für die Kirchengemeinde und für ihre Familie. Die katholische Kirchengemeinde hat ihr viel zu verdanken.

Die aus Sulz am Neckar gebürtige ehemalige Einzelhandelskauffrau zählt Lesen, Theater und Musik zu ihren Steckenpferden. "Meine drei Söhne sind alle in der Musik aufgegangen", sagt die 80-Jährige. Patrick (1980), Mainz, ist Organist, Christian (1982), Loßburg-Lombach, ein namhafter Trompeter und Martin (1984), Stuttgart, ist Schlagzeuger. Patrick hat sich nach dem Informatik- und Mathematik-Studium seinen Lebenstraum erfüllt und zusammen mit seiner Partnerin Anne, einer Ärztin, die Welt erkundet. Heute arbeitet er kreativ als Selbstständiger. Christian leitet die Musik- und Kunstschule in Freudenstadt und ab Oktober die Städtische Musikschule Nagold. Seine Frau Ashley, eine versierte Pianistin aus den USA, ist an den Musikschulen Freudenstadt und Calw tätig und setzt ein Landesförderprogramm in Kindergärten um. Martin ist als selbstständiger Musiker unterwegs und unterrichtet Schlagzeug. Ihre Lebensgeschichte sei gelenkt worden "vom lieben Gott", meint die Theologin.

Schatten des Kirchturms

Üb erall habe der Schatten des Kirchturms ihr Leben geprägt. Nach der Aufnahme als erste Frau in das Collegium Ambrosianum in Stuttgart zur Erlangung der Hochschulreife legte sie 1974 das Begabten-Abitur mit großem Latinum in Freiburg/Breisgau ab. Katholische Theologie studierte sie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Ihre Diplomarbeit schrieb sie 1980 in Theologischer Ethik bei Professor Alfons Auer, bevor die Pöndls im September 1981 von Tübingen nach Salzstetten umzogen.

Kommunionkurse, Kinder-Krippenspiele, Sternsinger-Aktionen, ökumenische Weltgebetstage und Seniorennachmittage trugen ihre Handschrift. Sie arbeitete als Vortragsreferentin, Lektorin, Kommunionhelferin, Wortgottesdienstleiterin, lieh dem katholischen Frauenchor ihre Stimme, organisierte Frauenwallfahrten und begleitete Lourdes-Reisen als Reise- und Pilgerleiterin. Elf Jahre war sie Referentin des Katholischen Bildungswerkes.

Und was hat der 80-Jährigen während ihrer erfüllten Tätigkeiten in Salzstetten am meisten Freude bereitet? Anneliese Benz-Pöndl sagt dazu: "Kinder, Jugendliche und junge Mütter für die Mitarbeit in der Kirchengemeinde zu begeistern und zu motivieren, sowie anzuleiten, ihre persönlichen Talente zu entdecken, diese zu entfalten und zu fördern."

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