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Waldachtal "Glück zu" für Waldachtal und seine Mühle

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Bernd Schittenhelm in seinem Element: Er kann den Besuchern viel über das Wasserrad der Mönchhofsägmühle erzählen. Fotos: Hopp Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Christof Schülke

Waldachtal-Cresbach. Drei Worte waren dem Präsidenten des deutschen Mühlen-Dachverbandes, Erhard Jahn, gestern Morgen bei der Eröffnung des bundesweiten 22. Mühlentages wichtig: "Hier stimmt alles!" Gemeint war die Mönchhofsägmühle.

Seit über 25 Jahren setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) für die fachgerechte Erhaltung und Nutzung historischer Mühlen ein. Alljährlich am Pfingstmontag kann das Publikum in Waldachtal in diese spezielle Welt der Traditions- und Denkmalpflege eintauchen; so auch gestern.

Die Mönchhofsägmühle ist eine der Mühlen (2014 waren es in Baden-Württemberg 150), die am Mühlentag ihre Türen öffnen, und meistens kommen die Besucher in Scharen. Bereits zu Beginn des ökumenischen Eröffnungsgottesdienstes um kurz nach halb zehn waren alle Bänke auf dem Mühlenhof besetzt. Die Pfarrer Markus Arnold und Anton Romer, Diakon Ralf Hornberger und der Waldachtaler Posaunenchor gestalteten die Feier, die Bezug aufs Pfingstfest nahm. Den biblischen Schöfpungsbericht aus dem Buch Genesis "(...) Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser", vorgetragen von Ralf Hornberger, nahm Pfarrer Arnold als Sinnbild fürs Entstehen des menschlichen Erfindergeistes, der die Schritte von der Hand- zur Wassermühle ausgetüftelt hat. "Das große Wasserrad hängt da, doch es braucht den Geist, der es in Bewegung bringt. Und es ist der Heilige Geist, der an Pfingsten über den Wassern hängt."

Nach zwei Vorträgen des Männergesangvereins Harmonie begrüßte Uwe Schittenhelm im Namen der Eigentümerfamilie die Besucher und skizzierte die Geschichte der 1435 erstmals in den Bebenhausener Klosterbüchern erwähnten Mühle. Es sei das Verdienst seines Schwiegervaters Georg Ziegler, dass die Mühle heute noch stehe. Der 2012 verstorbene Waldachtaler Schreiner hatte durch seinen Kauf der Mühle in den 1970er-Jahren den Grundstein für den langfristigen Erhalt gelegt. Schittenhelm erinnerte auch an den 2014 verstorbenen Rul Jetter, auf den die Idee zurückging, die Mühle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute seien es vor allem die vielen Helfer, denen die Familie Schittenhelm zu Dank verpflichtet sei. Ohne die Hilfe der Gemeinde, des Landkreises und der Öffentlichkeit wäre die Arbeit unmöglich.

Ulrich Höppner, Vorsitzender des Landesverbandes der DGM lobte in seinem Grußwort die Familie Schittenhelm, die "Unglaubliches" geschafft habe.

Auch Klaus-Ulrich Röber, Erster Landesbeamter, zog den Hut vor der Leistung: "Da gehört Ausdauer dazu, man darf nicht gleich aufgeben, muss Mut haben und offen sein für Neues." Der Landkreis könne stolz auf Familien wie die Schittenhelms sein.

Waldachtals Bürgermeisterin Annick Grassi hob die Bedeutung der Mönchhofsägmühle im touristischen Profil der Gemeinde hervor. Sie trage zum vielseitigen Angebot des "Gesundheitstals" bei, zum Beispiel mit dem Tag des offenen Denkmals.

Erhard Jahn, Präsident der DGM, sagte: "Hier stimmt alles!" Die Mühle habe eine fast 600 Jahre alte Geschichte, sie arbeite noch – was nicht üblich sei –, und sie sei eine Begegnungsstätte im klassischen Sinn des Müllergewerbes. Mit "Glück zu", dem traditionellen Gruß der Müller, eröffnete Jahn den bundesweiten Mühlentag 2015.

Rund um die Mühle konnte das Publikum den ganzen Tag über wieder Traditionshandwerk erleben, regionale Anbieter und Touristkangebote im Landkreis kennenlernen – zum Beispiel bei Monika Krämer von der Touristikinitiative Landerleben, die viel Spannendes zu bieten hat. Viel Lob bekam die Waldachtaler Feuerwehr, die trotz des belastenden Einsatzes bei dem Großbrand in Pfalzgrafenweiler das Mühlenteam gestern nicht im Stich ließ.

 
 

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