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Waldachtal Für ein Glas Honig zweimal um die Welt

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Alljährlich pilgern Kindergartenkinder zum Bienenstand im öffentlichen Bürgle-Park in Salzstetten. Imker Eduard Singer macht sich die Mühe, die Biene-Maja-Fans aus erster Hand über alles zu diesem faszinierenden Hobby zu informieren.

Waldachtal-Salzstetten. "Bienen sind momentan in aller Munde mangels Blumen und Nektarbienen", erzählte der 74-jährige Eduard Singer am Schaustand im Naturpark von Elsbeth und Dieter Mezger. Der Herr über 200 000 Honigbienen berichtete von seinen fünf Völkern und einem neuen Schwarm. Er habe schwache Völker. Starke zählten 50 000 bis 60 000 Immen. Ein Volk könne selber eine neue Königin züchten.

Mit ihren Erzieherinnen Lorena Seid und Vanessa Schuon lauschten 13 Kinder der Gruppe Blinkis vom Kindergarten Salzstetten den spannenden Fach-Informationen des erfahrenen einheimischen Imkers. Sie versuchten, einen Blick auf die Königin zu erhaschen. Singer zeigte anhand von Utensilien die Entwicklungsstufen eines Bienenvolkes. Bienen seien Hochleistungswesen, sagt er. Etwa 13 Jahre lang verrichteten sie ihre Fleißarbeit. "Imkern ist eine Wissenschaft für sich, aber ein sehr schönes Hobby", meint Singer, der es seit nahezu 20 Jahren leidenschaftlich gern macht. Wenn eine Arbeiterbiene Nektar finde, mache sie einen Schwänzeltanz und zeige den Artgenossinnen den Weg zur Nahrungsquelle.

Für ein Glas Honig muss eine Biene zweimal um die Erde fliegen. Dafür sind 50 000 Flüge notwendig. So kommen 80 000 Kilometer zusammen. Die männlichen Bienen heißen Drohnen. "Wildbienen haben das gleiche System", erklärte Singer. Durch die Varroa-Milbe, die vor Jahrzehnten von Asien eingeschleust worden sei, habe er acht von neun Völker verloren. Die Milbe spiele heute noch eine Rolle. Diese könne man mit Ameisen- und Oxalsäure bekämpfen. Grundsätzlich müsse der Imker immer dafür sorgen, dass die Bienen genügend Futter bekommen. Er sei selbst allergisch gegen Bienenstiche und müsse sich dreifach einkleiden, teilte der Imker den wissensdurstigen Fünfjährigen mit.

Dieter Mezger erzählte den Kindern von Wildbienen und Hummeln im Naturpark, von denen es dort wimmelt. Abschließend verteilte Singer goldenen Blütenhonig von 2018 an die Kinder. "Es schmeckt sehr lecker", lautete der einhellige Tenor der kleinen Honigschlecker. Belohnt wurden die Kindergartenkinder überdies von der Familie Mezger und Tochter Carola mit einem kühlen Eis. Die Blinkis und Erzieherinnen beschenkten den Imker und die Parkbesitzer-Familie Mezger mit selbst gebastelten großen Bienen-Mobile. Zuhause wollten sie ihren Eltern erzählen, dass man Wildblumenwiesen pflanzen solle, um den Bienen mehr Nahrungsquellen anbieten zu können. Das hatten sie vom Imker erfahren.

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