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Waldachtal Forst der Gemeinde kann Verlust nur knapp abwenden

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Waldachtal. Die Forstwirtschaft in Waldachtal hat erstmals seit vielen Jahren eine "Nullrunde" hingelegt. Der stellvertretende Leiter des Kreisforstamts, Björn Uerpmann, sowie Revierförster Ferdinand Schorpp, legten dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am vergangenen Dienstag ihren Haushalt aus 2020 sowie die Planung für 2021 vor. So berichteten die Förster, dass der Holzmarkt in 2020 ebenfalls unter der Corona-Pandemie litt – unter anderem auch wegen Grenzschließungen. Ein weiteres Problem waren der Witterungsverlauf sowie die Marktsituation und die Käferentwicklung in den heißen Monaten.

Neupflanzungen fielen dieses Jahr komplett aus

Insgesamt war geplant, 5430 Festmeter (fm) Holz einzuschlagen, geerntet wurden jedoch nur 4800 Festmeter. Dafür plant der Forst für 2021 jedoch einen Einschlag von rund 6000 Festmetern.

Auch sollten dieses Jahr etwa 3300 Neupflanzungen durchgeführt werden, doch diese fielen komplett aus, sollen aber im nächsten Jahr nachgeholt werden. So ist geplant, 2021 insgesamt 2750 neue Bäume zu pflanzen. Der Forst will dabei auf heimische Baumarten und natürliche Verjüngung setzen.

Die Kosten, welche die angespannte Marktsituation und der daraus resultierende Aufwand verursachten, bezifferten sich in 2020 auf 350 000 Euro. Dies entsprach genau dem Gewinn, den der Forst erwirtschaftet hatte, sodass in 2020 ein Verlust gerade noch abgewendet werden konnte.

Für das kommende Jahr 2020 sieht Schorpp einen planmäßigen Einschlag von rund 6000 Festmetern vor. Die Schwerpunkte des Holzeinschlags setzt Schorpp in Cresbach mit circa 420 Festmetern, in Hörschweiler mit 2200 Festmetern und in Tumlingen mit 1630 Festmetern sowie 650 Festmetern in Salzstetten. Die Zielsetzung sei aber witterungsabhängig, denn Sturm- und Käferholz könnten diese Pläne noch vereiteln.

Derzeit, so die Förster, sei der Holzmarkt geprägt durch eine große Anzahl von Schadhölzern. Hölzer mit Qualitätsmängeln seien aber schlecht abzusetzen – auch gebe es derzeit selbst bei guten Sortimenten nur eine verhaltene Nachfrage. Der Holzmarkt allgemein stelle sich derzeit – auch wegen Corona – mehr als schwierig dar.

So planen die Fachleute für das nächste Jahr vorsichtig: Auch dort werde es wahrscheinlich auf eine "Nullrunde" hinauslaufen. Bei rund 402 900 Euro zu erwartenden Kosten werde es darauf ankommen, zumindest Einnahmen in derselben Höhe zu erwirtschaften. So sollen in 2021 allein 350 800 Euro Holzerlöse erwirtschaftet werden.

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