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Waldachtal Einig: Bildung als großes Kapital

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Der Abstand zwischen Politik und Wirtschaft ist hier nicht groß: Klaus Fischer und Gerhard Fassnacht vor einem Modell mit Roboter in der Fischer-Lehrwerkstatt.Foto: SM Foto: Schwarzwälder Bote

Waldachtal-Tumlingen. In Tumlingen zeigt das Außenthermometer 30 Grad Celsius, während sich Gerhard Fassnacht und Klaus Fischer, Inhaber der Fischer-Unternehmensgruppe, über heiße Themen austauschen. Etwa Langzeitfolgen und die Perspektiven aufgrund der Corona-Pandemie oder über die derzeitigen Schwerpunkte des Weltmarktführers aus dem Waldachtal.

Klaus Fischer bedauert im Gespräch mit Fassnacht, der bei der nächsten Landtagswahl für die CDU antreten möchte, dass es gerade in jüngster Zeit deutlich wurde, wie es für ein überregional agierendes Unternehmen nicht immer einfach war und ist, den unterschiedlichen Regeln etwa bezüglich der Corona-Verordnungen gerecht zu werden. Hier wäre zumindest im ersten Schritt eine gleichlautende nationale Ausrichtung wünschenswert gewesen, meinte er laut Mitteilung. Aber die Einigkeit in Europa sollte letztlich das Ziel sein – bei allen ökologischen und ökonomischen Themen.

Wirtschaftlich gab es für die Unternehmensgruppe in den vergangenen Wochen unterschiedliche Auswirkungen: Während in der Krise die Baumärkte in Deutschland eine starke Nachfrage unter anderem nach Befestigungssystemen verzeichneten, hat etwa der Unternehmensbereich Fischer Automotive immer noch mit dem zwischenzeitlichen Lockdown der großen Hersteller und ihrer Zulieferer zu kämpfen.

Für den generellen Strukturwandel hinsichtlich E-Technologie sehen sich die Waldachtaler in diesem Unternehmensbereich aber selbst gut aufgestellt. Wenngleich es gerade hier die Konkurrenz der chinesischen Unternehmen zu beobachten gilt, die sich inzwischen auch eine hohe Kompetenz erworben hat. Für Europa insgesamt sieht Fischer daher eher Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung und E-Infrastruktur.

Gerhard Fassnacht und Klaus Fischer seien sich einig: Die Politik muss die Rahmenbedingungen vorgeben, damit die Unternehmen die Zukunft innovativ gestalten können, heißt es weiter. Deutschland müsse mehr Geld in Kindertagesstätten und Schulen investieren. Denn ein großes Kapital sei unsere Bildung und unser Bildungssystem. Dieses gelte es weiter auszubauen, damit die Fachausbildungen, aber auch die Hochschulen im internationalen Vergleich weiter vorne bleiben.

Der Unternehmer wünscht sich von Fassnacht als potenziellem Kandidaten, aber von der Politik generell, den Kontakt zu Wirtschaft und Industrie und deren Mitarbeitern nicht gänzlich zu verlieren. Insbesondere der Mittelstand und die Familienunternehmen sollten bei der Politik mehr als bislang Beachtung finden. Bei Fassnacht habe er indes keinerlei Bedenken, dass dieser einmal "abheben" könnte.

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