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Waldachtal Einen Schlüssel zu den Herzen finden

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Begrüßung in Waldachtal (von links): Pfarrer Anton Romer, Bürgermeisterin Annick Grassi, Friedericke Wegner, Pfarrer zur Ausbildung Johannes Wegner, Dekan Werner Trick, Bruno Kübler, Rolf Müller und Pfarrer Matthias Steinhilber. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem großen Festtag feierte die Evangelische Gemeinde Waldachtal gestern die Amtseinsetzung des neuen Pfarrers. Herzlich begrüßt wurde Johannes Wegner (46) mit seiner Frau Friederike und vier Töchtern.

Waldachtal-Tumlingen. In der voll besetzten Christuskirche Tumlingen-Hörschweiler ist Pfarrer zur Ausbildung Wegner von Dekan Werner Trick amtsverpflichtet worden. Der Dekanatsleiter sprach ihm Gottes Segen für seinen zunächst zweieinhalbjährigen Dienst für die fast 2000 evangelischen Christen in Waldachtal zu. Nach dieser Zeit kann Wegner als ständiger Pfarrer in Waldachtal bleiben.

Der evangelische Kirchenchor unter Leitung von Katharina Wilding und der Posaunenchor mit Tobias Gegenheimer gaben der zweistündigen Feier das musikalische Gepräge. Auf Wunsch von Johannes Wegner beschenkten Musiker und Sänger sowie Margrit Baur an der Orgel und Katharina Wilding auf der Alt-Blockflöte ihn mit "Jesus, bleibet meine Freude" aus der Bach-Kantate. In einem Zwiegespräch ließen Katharina Wilding an der Vleugels-Orgel (1929) und Margrit Baur an der Weigle-Orgel (2001) die Königinnen der Instrumente mit der "Echo-Fantasie" von Samuel Scheidt jubilieren. Die Christuskirche hat die Besonderheit von zwei Orgeln. Zum Schluss stimmte der neue Ortspfarrer mit der Gemeinde einen Kanon an, ein Synonym für den Aufbruch zum guten Miteinander.

Dekan Werner Trick aus Freudenstadt meinte, dass Wegner das Rüstzeug für den Pfarrdienst mitbringe aufgrund seiner Erfahrung in Verkündigung, Seelsorge und Begleitung von Mitarbeitern. Er sei überzeugt, dass es kein Zufall sei, dass die Familie Wegner seit 1. August nach Waldachtal gekommen sei: "Gott hat es so gelenkt, dass sie mit ihrer Familie nun hier sind." Der Dekan sagte: "Sein Dienst soll zum Segen für die Gemeinde und ganz Waldachtal werden."

Während der nächsten zweieinhalb Jahre mit berufsbegleitender Ausbildung zum Pfarrdienst werden Pfarrer-Kollege Matthias Steinhilber, Glatten, mit einem 25 Prozent-Dienstaustrag, und Diakon Ralf Hornberger den neuen Pfarrer zur Ausbildung in Waldachtal unterstützen und entlasten.

Dekan Trick dankte stellvertretend dem Laien-Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Rolf Müller, Pfarramtssekretärin und Kirchenpflegerin Regina Martini und Diakon Ralf Hornberger, die sich in der pfarrerlosen Zeit in den vergangenen 18 Monaten besonders für die Gemeinde eingesetzt hätten.

Der aus Esslingen stammende Johannes Wegner stellte sich und seine Familie vor. Er dankte für die offenen Türen und die Freundlichkeit, welche er in Waldachtal vorgefunden hat. Das Pfarrhaus sei "wunderschön renoviert" worden. Wegner: "Ich freue mich, dass es jetzt losgeht!" Dekan Trick kommentierte schmunzelnd: "Wir sind froh, dass sie Schwabe geblieben sind."

In seiner Predigt stellte Johannes Wegner die Zuversicht und das Vertrauen, auf welche Christen in Glaube, Hoffnung und Liebe setzen können, in den Mittelpunkt. Auch Christen und Getaufte, dies betonte der Neue, leiden unter ihrer Herkunft, haben Fragen und Zweifel. Die Zuversicht durch Gott, die in Jesus ein Gesicht bekommen habe, führe aus der Dunkelkammer des Lebens. Das Letzte in unserem Leben sei der auferstandene Herr. "Wegen dem feiern wir jeden Tag Ostern." Die Liebe Gottes komme in unser Leben: "Sein Osterlicht strahlt in unser Leben hinein." Wegner wandte sich an seine neuen Gemeindemitglieder: "Mehr Glauben, das wünsche ich ihnen!" Man könne über Ängste miteinander sprechen und Licht teilen. Christus habe gesagt: "Ich lebe und ihr sollt auch leben." (Joh. 14,19).

Symbolischer Schlüssel

Rolf Müller, Laien-Vorsitzender des Kirchengemeinderates, überreichte symbolisch einen selbst gebackenen Schlüssel an den neuen "Hausherr" Johannes Wegner. Aber was noch weitaus wichtiger wäre: "Finden Sie immer wieder neu den richtigen Schlüssel zu den Herzen der Menschen, damit sie offen werden für die rettende und frohmachende Botschaft von der Liebe Gottes, die er uns in Jesus erwiesen hat." Der neue Pfarrer solle mit Gottes Hilfe immer den passenden Schlüssel für alle Situationen in seinem Dienst hier in Waldachtal finden. Rolf Müller betete mit den Gläubigen: "Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in Bedrängnis und beharrlich im Gebet." (Römer 12,12). Glaube könne Berge versetzen. Zuversichtlich dürfe man auf die Hilfe von Gott vertrauen. Man solle den Blick auf den Nächsten werfen. Herzlich begrüßte Rolf Müller im "wunderschönen Waldachtal" neben Johannes Wegner auch seine Frau Friederike und die vier Töchter Lusia, Lotta, Frieda und Anna. "Ich freue mich, dass endlich wieder Leben im Pfarrhaus eingekehrt ist."

Seit Beginn an habe er "ein gutes Gefühl" mit Wegner gehabt, der die neue Herausforderung annehme, die Menschen in Waldachtal zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus heranzuführen. Die Gemeinde sang gestern: "Herr, wir bitten, komm und segne uns." Zahlreiche Redner aus kirchlicher und bürgerlicher Gemeinde hießen den neuen Waldachtal-Pfarrer willkommen.

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