Ein Reichsbürger sorgte jüngst in Waldachtal für Furore. (Symbolbild) Foto: dpa

Einwohner verteilt Kriegsgefangenenpost und "verziert" Ortsschild mit Aufklebern der Reichsbürgerbewegung.

Waldachtal-Salzstetten - Bürgermeisterin Annick Grassi gab in der Sitzung des Ortschaftsrats Salzstetten bekannt, dass in Salzstetten ein sogenannter Reichsbürger jüngst für Furore sorgte.

Unter anderem habe dieser das Ortsschild mit Aufklebern der Reichsbürgerbewegung "Geeinte deutsche Völker und Stämme" (GdVuSt) versehen. Ebenso versuchte der Bürger mittels Wurfzetteln mit dem Titel "Kriegsgefangenenpost" die Ideologie der Bewegung in der Ortschaft zu verbreiten, wie Markus Fischer bestätigte. Bürgermeisterin Annick Grassi habe Strafanzeige gegen den Einwohner erstattet. Die Polizei erstellte jedoch keinen Vorgang und dies mit der Begründung, dass kein Schaden verursacht wurde. Hassel empfahl eine Gefährdeansprache im Beisein der Polizei auszusprechen.

Des Weiteren will Grassi den Reichsbürger wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr anzeigen. Hassel erklärte dem Gremium, dass durch das Bekleben und somit Unkenntlichmachung des Ortsschildes die Gefahr bestehe, dass Fahrer den Ortseingang nicht mehr als solchen erkennen würden. Dadurch könnten die Fahrzeuge mit erhöhter Geschwindigkeit in der Ort fahren, worin Hassel eine klare Gefährdung und somit gefährlichen Eingriff in Straßenverkehr sah.

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