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Waldachtal AfD stützt sich auf Dinosaurier-Theorie

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Heinrich Kuhn vom AfD-Landesfachausschuss Energie informiert im Sportheim in Salzstetten über Windkraft.Foto: Begemann Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Daniel Begemann

Waldachtal-Salzstetten. Auf "zehn Prozent oder mehr" möchte die Alternative für Deutschland (AfD) im Kreis Freudenstadt bei der Landtagswahl im nächsten Jahr kommen. Das ist der Wunsch von Heinrich Kuhn aus Altensteig vom AfD-Landesfachausschuss Energie. In Salzstetten stieß er mit einem Vortrag über Windkraft und außergewöhnlichen Theorien zum Klimawandel auf fruchtbaren Boden.

Seit Monaten schwelt in Salzstetten der Konflikt um den angedachten Bau von Windkraftanlagen. Viele Salzstetter fürchten die Verschandelung der idyllischen Landschaft, die das Dorf im Waldachtal umgibt.

Ein Grund für die AfD, das Thema aufzugreifen und vor Ort aktiv zu werden. Heinrich Kuhn, der nach dem Lucke-Petry-Knall dem Parteigründer nicht mit einem Austritt folgen will, sagt: "Ich halte den Vortrag in Salzstetten, weil die Windkraftdebatte hier gerade hoch kocht." Eines verrät er unserer Zeitung schon vor seinem Vortrag: "Ich halte Windkraft im Süden für ineffizient und unwirtschaftlich."

Mit den ersten Sätzen seines Vortrags dürfte er den Salzstetter Windkraftgegnern, die in das Sportheim gekommen waren, auch gleich aus dem Herzen gesprochen haben: "Ich kann die Salzstetter nur beglückwünschen, dass es hier so schön ist. Welch ein Weitblick!"

In den folgenden 90 Minuten hörten die Windkraftgegner jedes erdenkliche Argument, das gegen die Errichtung von Windkraftanlagen spricht. Ein Beispiel für die Unwirtschaftlichkeit der Anlagen seien die Anlagen in Simmersfeld. "Dort wurde von einer Ist-Leistung von 80 Prozent ausgegangen. Tatsächlich sind es aber weniger als 60 Prozent. Da kann man keine Wirtschaftlichkeit annehmen." Doch nicht nur wirtschaftlich seien die Windräder Unsinn. "Der Boden ist durch die Fundamentierung mit Beton unwiderruflich verloren." Ein bis zwei Hektar würden für den Bau einer Anlage inklusive der Zufahrt gebraucht. Eine Vorstellung, die für viele Salzstetter ein Graus ist. Gar als "fernsehturmartig" bezeichnet ein empörter Zuhörer die Windräder. "Die größten Kräne der Welt würden hier benötigt werden, um sie aufzustellen", meint ein anderer Windkraftgegner. Auch Kuhn verleiht seinem Unmut Ausdruck: "Ich verstehe die Welt nicht mehr, weder physikalisch, noch landschaftlich oder kulturell. Was lassen wir hier zu?"

Geht es nach der AfD, ist hauptsächlich die grün-rote Landesregierung schuld daran, dass die Landschaft nun mit Windrädern "zugepflastert" werden müsse. Ein weiterer Grund ist ein Irrtum, dem nahezu die gesamte Menschheit unterlegen ist: "Der Klimawandel ist menschengemacht", sagt Kuhn. Er sei lediglich die Erfindung einer amerikanischen Werbeagentur, die im Jahr 1986 aus dem CO2-Ausstoß Profit schlagen wollte. Kuhn meint: "Es konnte nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass der Klimawandel durch CO2 stattgefunden hat."

Davon abgesehen brauche die Natur CO2. "Jeder Gärtner weiß: Je mehr CO2 in der Atmosphäre ist, desto besser ist das Pflanzenwachstum", erklärt Kuhn. Ein Beispiel für eine grünende Erde trotz hohen CO2-Ausstoßes sei das Dinosaurier-Zeitalter gewesen. "Die Dinosaurier haben beim atmen viel CO2 produziert. Trotzdem muss es genügend Pflanzen gegeben haben, sonst hätten sie ihren großen Nahrungsbedarf nicht decken können", führt Kuhn aus. Mit einer Grafik, die den CO2-Gehalt in der Luft im Laufe der Jahrmillionen zeigt, stützt Kuhn seine These. Wozu also eine Energiewende, wenn gilt: je mehr CO2, desto besser?

Sein Fazit zum Ende des Vortrags lautet: "Wir sind einer irrsinnigen Werbestrategie auf den Leim gegangen. Das müssen wir jetzt mit der Verschandelung unserer Landschaft büsen."

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