Der Wald in Efringen-Kirchen bringt der Gemeinde etwas Geld ein. Foto: Daniel Hengst

Efringen-Kirchen hat in seinem Gemeindewald noch nie rote Zahlen geschrieben. Auch 2026 wird der Forst wieder einen Gewinn abwerfen.

Geradezu gebannt lauschten die Gemeinderäte am Montag den Ausführungen von Revierförster Gerhard Schwab, der nicht nur den Forstbetriebsplan für 2026 vorstellte, sondern auch auf den allgemeinen Zustand des Gemeindeforstes einging, der insgesamt eine Fläche von 475 Hektar umfasst.

 

Die Sommerstürme 2023 hätten viele umgestürzte Bäume hinterlassen, die zum Glück „sehr gut vermarktbar“ gewesen seien. Denn überwiegend habe es sich dabei um Eichen gehandelt, die derzeit die höchsten Preise erzielen. So sei man mit einem Überschuss von rund 400 000 Euro ins vergangene Jahr gegangen, das wettermäßig günstiger für den Wald gewesen sei.

Es habe sich gezeigt, dass auf rund 60 Prozent der von den Stürmen freigelegten Flächen auf natürliche Weise wieder neue junge Eichentriebe gewachsen seien. Diese gelte es, auch 2026 noch zu schützen und „zu päppeln“.

Verkehrssicherungspflicht ist große Aufgabe

Auch 2026 werde die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht großen Raum einnehmen. Inzwischen werde im Revier Markgräflerland jeder zweite Baum, der gefällt werde, aus Sicherheitsgründen entfernt. Auf rund 18 Hektar Fläche seien Durchforstungen vorgesehen. Auch die Aufwertung der zahlreichen Waldbiotope werde fortgeführt, kündigte der Revierförster an. Etwa im Egringer Wald, wo eine Wasserableitungsröhre verschlossen werden soll, um den Niederschlag vor Ort zu halten.

Rund 37000 Euro Gewinn

Die Zahlen, die Schwab für 2026 vorlegte, wiesen Einnahmen in Höhe von 332 500 Euro aus, denen Ausgaben von 295 450 Euro gegenüberstehen. Unterm Strich erwartet der Förster also einen Gewinn von 37 050 Euro. 30 000 Euro davon will er für Waldzukäufe reservieren. Vorgesehen ist 2026 ein Einschlag von insgesamt 3150 Festmetern Holz. Das Gros der geschlagenen Bäume sollen wieder Eichen sein, für die derzeit rund 300 Euro pro Festmeter gezahlt werden. 2500 Eichen, 300 Douglasien sowie 200 sonstige Nadelbäume will Gerhard Schwab 2026 neu setzen.

„extrem gute Böden“

Karlfrieder Hess fragte nach dem Gesundheitszustand des Efringen-Kirchener Forstes im Vergleich zu Wäldern in anderen Regionen Deutschlands. Obwohl die Gemeinde im wärmsten deutschen Landstrich liege, sei ihr Wald „sehr sattelfest“ und es sei – trotz zunehmender Hitze und ständig steigender Lohnkosten – „fast unmöglich, aus einem Forstjahr mit einem Defizit rauszugehen“, erläuterte Schwab. Das liege zum einen an „extrem guten Böden“, die eine hohe Wasserspeicherfähigkeit hätten.

Leitbaumart Eiche

Zum anderen zahle es sich aus, dass alle früheren Gemeinderäte sich stets zur Eiche als Leitbaumart bekannt hätten.

Der Revierförster kündigte abschließend an, dass man 2026 auch insgesamt 1170 Festmeter Brennholz aufarbeiten werde.

Brennholzversteigerungen

Vier Brennholzversteigerungen seien bereits terminiert: Am 27. Dezember in Egringen, am 17. Januar in Mappach, am 24. Januar in Welmlingen und am 28. Februar in Winterweiler. Die Auktionen, begleitet von einer Wirtschaft im Walde, beginnen an den bekannten Plätzen jeweils um 10.30 Uhr.