In der Gemeinderatssitzung in Brigachtal legten Forstamtsleiter Matthias Schupp und Revierleiter David Baumann eine positive Planung für das Forstwirtschaftsjahr 2026 vor.
Die Entwicklung der Preise für Erlöse aus der Holzernte habe sich im laufenden Jahr 2025 stabilisiert, so Forstamtsleiter Matthias Schupp.
Als Besonderheit für das Planjahr 2026 sei eine Pflege des Gesamtwegenetzes durch das breit ausgelegte Mulchen der Bankette sowie die Instandsetzung von mehreren Rückegassen und Maschinenwegen geplant.
Hier seien Ausgaben in Höhe von rund 12 000 Euro vorgesehen, so Schupp. Im Zusammenhang mit der Pflege und neuen Forstkulturen sei mit einer Steigerung der Kosten auf 34 000 Euro zu rechnen, die Wiederbewaldung von Käferflächen im Bereich des Sportplatzes Klengen wird als größere Kulturfläche geplant, erläuterte er.
David Baumann wechselt nach St. Georgen
Hörte sich die Betriebsplanung noch positiv an, wurde die Nachricht über den Weggang von David Baumann nach St. Georgen bedauert. Schon im April wird er nicht mehr Brigachtals Revierförster sein, gab Schupp bekannt. Die Stelle hier bleibe ein halbes Jahr vakant. Trotzdem werde der Brigachtaler Forst nicht vernachlässigt werden, versprach Schupp.
„Es ist uns wichtig, dass unserer Forst weiterhin gut betreut wird“, betonte Bürgermeister Michael Schmitt.
Der Käfer habe sich in diesem Jahr zurückgehalten, was aber nicht bedeute, dass dies im kommenden Jahr genauso sein werde, berichtete David Baumann.
Die Planung des Betriebsergebnisses Forstbetrieb 2026 ergebe sich aus den Gesamteinnahmen von 209 300 Euro abzüglich der Kosten von rund 175 000 Euro mit dem Ergebnis von plus 34 300 Euro für das Betriebsjahr 2026, so Baumann.
Der Holzeinschlag sei mit 2800 Festmeter geplant, im Waldbau seien dringliche Durchforstungen in mittelalten Beständen notwendig. Hier komme es eventuell zu einer Teilräumung von rund einem Hektar Beckhofer Halde und Anbau von 0,7 Hektar an der Beckhofer Halde. 0,2 Hektar Edellaubholz sollte am Sportplatz Klengen angebaut werden und vier Hektar Jungbestandspflege stehen im Bereich Römerstraße an, erläuterte er weiter.
Holzverwendung in vier Bereichen
Die Holzverwendung teilte Baumann in vier Teile auf: 1360 Festmeter (51 Prozent) Stammholz,983 Festmeter Stammholz Paletten (36 Prozent), 66 Festmeter Industrieholz (zwei Prozent) und 292 Festmeter Energieholz (elf Prozent). Die Holzkunden kommen aus dem örtlichen Bereich, Talheim, Löffingen und Buchenbach sowie Salem, Vorarlberg und Baiersbronn, schloss er.