Der Forstwirtschaftsbericht war Thema im Bauausschuss des Bad Wildbader Gemeinderats. Stadtwaldförster Andreas Wacker, Bürgermeister Marco Gauger und Stadtkämmerer Heiko Friedrich informierten das Gremium (von links nach rechts). Foto: Bernd Helbig

Stadtwaldförster Andreas Wacker hat in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Bad Wildbader Gemeinderats den Waldwirtschaftsbericht 2025 vorgestellt.

Das Wirtschaftsjahr 2025 schließt mit einem Überschuss von rund einer halben Million Euro ab. Das berichtete Stadtförster Andreas Wacker im Bauausschuss. Das positive Ergebnis hat zwei Standbeine: Zum einen sind es die Erlöse aus dem Holzverkauf mit rund 833.000 Euro, zum anderen rund 500.000 Euro aus Mieten und Pachten für die touristischen Einrichtungen auf dem Sommerberg und für die Windkraftanlagen auf dem Kälbling.

 

12.284 Festmeter eingeschlagen

Entsprechend des Nutzungsplans wurden 12.284 Festmeter Holz eingeschlagen. „Der Förster hat die Nachhaltigkeit erfunden“, unterstrich Wacker. Es werde jeweils nur so viel Holz geerntet wie nachwachse. Wie Wacker erläuterte, lagen die Schwerpunkte des Einschlags in den Distrikten der Höhenorte und im Kegeltal. Auf der Aufwandseite stehen etwa die Kosten für Holzernte und eigenes Personal, mit zusammen rund 443.000 Euro, die Grundsteuer mit 83.000 Euro sowie der Aufwand für Jungbestandspflege und Wegeunterhaltung. Unter dem Strich bleiben rund 566.000 Euro Überschuss. Für das Laufende Wirtschaftsjahr plant Wacker, weiterhin hohe Holzpreise vorausgesetzt, einen Ertrag aus der Holzernte von rund einer Million Euro und einen Überschuss von knapp 240.000 Euro.

Kronenzustand etwas verbessert

Zum Zustand des Waldes sagte Wacker, der Kronenzustand der Waldbäume habe sich etwas verbessert. Die Buche hätte sich sich in den vergangenen Jahren durch die günstige Witterung erholen können und zeige eine deutliche Verbesserung der Laubverluste. Auch für die Fichte könne wieder eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Die Fichte ist mit 40 Prozent Anteil die wichtigste Baumart im Stadtwald und diejenige, mit der bisher das meiste Geld verdient wurde. Wenn die Klimaerwärmung allerdings so weitergehe wie bisher, werde die Fichte keine Überlebenschance mehr haben, befürchtet Wacker. Deshalb weiche der Forst bei Neupflanzungen auf resistente Baumsorten aus. Eichen- und Kiefernarten seien gut geeignet und würden schon aktiv gepflanzt, um den Ausfall der Fichte zu kompensieren.

Wackers Bericht wurde reihum positiv aufgenommen. Uwe Göbel (CDU) wollte wissen, wie viel Hektar Wald denn tatsächlich für die Windkraftanlagen auf dem Kälbling dauerhaft wegfallen würden. Wacker antwortete, von den etwa sechs Hektar Wald, die ursprünglich für den Bau der Windenergieanlagen gerodet worden seien, würden aktuell noch 3,5 Hektar Fläche in Anspruch genommen. Wegen der Reparatur eines Windrads, wofür ein Baukran aufgestellt worden sei, verzögere ich der Rückbau, aber die Lagerflächen für Rotoren und die Baustelleneinrichtung würden komplett zurückgebaut und auch wieder bepflanzt, versicherte Wacker. Am Ende bleiben noch 1,5 Hektar an Schotterflächen, inklusive der Standflächen für zwei Windräder und der Wege.