Die Waie war wieder sehr beliebt. Foto: Uwe Thomes

Mit dem Waiefest wurde wieder eines der größten Zeltfeste in der Region gefeiert.

Drei Tage von Samstag bis heute markieren im 2500-Seelenort Inzlingen den Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Jahres. Denn das Waiefescht auf dem Dinkelberg zählt zu eines der größten Zeltfesten der Region und zieht jedes Jahr über Tausend Besucher von Nah und Fern an.

 

Urlaubssperre für Musiker

Mit seiner 73. Auflage gehört das Waiefescht, das erstmals 1951 durchgeführt wurde, zudem zu den traditionsreichsten Festen in der Umgebung. Die Aktivmitglieder des veranstaltenden örtlichen Musikvereins haben dafür Urlaubssperre und sind darüber hinaus auf zahlreiche Helfer angewiesen, die sie größtenteils aus Familien- und Passivmitgliedern rekrutieren und, die ein T-Shirt mit der bezeichnenden Aufschrift „Feschtchrampfer“ tragen.

„The same procedure as every year“, beginnend mit dem Aufbau des riesigen Zeltes bereits anfangs Woche, Einrichten der Küche, der Theken, der Technik und und und. „Wie immer halt“, sagt Sabine Hefele aus dem dreiköpfigen ersten Vorstand des Musikvereins.

Namensgeber des Waiefeschts und eigentlicher Hauptdarsteller war und ist die Waie, das Inzlinger Nationalgericht, offeriert als Gemüse- oder Zwiebelwaie und für Schleckermäuler als Zwetschgen- oder Apfelwaie, wie immer vom örtlichen „Kunzelmann-Begg“ geliefert, in von der Bäckerei zur Verfügung gestellten großen Öfen aufgewärmt.

Vermutlich freute sich der Musikverein auch über einige Besucher, welche diesen Gaumenschmaus noch nicht kannten. Aber natürlich hält die Küche auch andere Speisen parat.

Der Festbetrieb auf der Schlosswiese neben dem Inzlinger Wasserschloss begann am Samstag nach der offiziellen Eröffnung um 12 Uhr – wie immer ohne Festreden und großes Tam Tam - und gehörte mit einem speziellen Kinderprogramm ab 15 Uhr ganz den Jüngsten.

Frauenpower auf der Bühne

Um 20 Uhr dann die Partynacht mit der mit dem „German Music Performance Award“ ausgezeichneten Coverband „Lost Eden“. In einer spektakulären und aufwendigen Show präsentierte die achtköpfige Combo mit drei Sängerinnen jede Menge Frauen-Power sowie Pop- und Rockhits zum Mitsingen und -tanzen.

Lost Eden rockte die Bühne. Foto: Uwe Thomes

Ein Höhepunkt sicherlich die Rammstein-Show mit viel Feuer im eh schon sehr warmen Zelt. „Hände hoch“ hieß es am Samstagabend wieder und wieder und die Partygäste mit einem Durchschnittsalter sicherlich unterhalb der 40 ließ sich nicht lange bitten.

Gute Stimmung herrschte beim Waiefescht Inzlingen. Foto: Uwe Thomes

„Lost Eden“ ist Stammgast am Waiefescht und war vorletztes Jahr letztmals hier auf der Bühne. „Sie kommen gerne wieder“ weiß Sabine Hefele.

Sonntag der Blasmusik

Der Festsonntag gehörte den befreundeten Musikvereinen (MV) sowie deren etwas älteren Fangemeinde, angefangen um 11.30 Uhr mit dem MV Birndorf. Es folgten Efringen-Kirchen, Rheinfelden, Hauingen und der MV Binzen.

Gute Laune und eine schöne Zeit mit Freunden. Foto: Uwe Thomes

Im Mittelpunkt des heutigen Montags steht ab 12 Uhr der Handwerkerhock. Ab 17 Uhr unterhalten die „Fidelen Dorfmusikanten“, bevor am Abend ab 20 Uhr Mario Stracuzzi das Waiefescht mit Tanzmusik beschließt.