Die Bürger haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ihre Stimme – wie hier in Trossingen – abgegeben. Foto: Marc Eich

CDU zufrieden, FDP enttäuscht, AfD jubelt: So reagieren die Kandidaten im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen auf das Ergebnis der Landtagswahl.

Die Würfel sind gefallen – Baden-Württemberg und auch der Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen hat gewählt. Wie sagen die Kandidaten zu ihrem persönlichen Abschneiden und dem Ausgang der Wahl?

 

Guido Wolf (CDU)

Guido Wolf Foto: Guido Wolf

Guido Wolf blickte mit gemischten Gefühlen auf die ersten Hochrechnungen: „Natürlich haben wir gekämpft, die Nummer eins zu werden und Manuel Hagel als Ministerpräsident zu gewinnen. Erfreut zeigte er sich über die knappen fünf Prozent Zugewinn seiner Partei im Vergleich zur letzten Landtagswahl.

Niko Reith (FDP)

Niko Reith Foto: Martin Stollberg

Die Enttäuschung bei Niko Reith (FDP) ist groß. „Ich persönlich hätte die Region gerne nochmals in Stuttgart vertreten“, erklärte der FDP-Mann am Wahlabend. Er ist überzeugt, die FDP wurde – wie auch die SPD – im Wahlkampf zwischen den Grünen und der CDU zerrieben, auch die Stimmenströme müssen man analysieren.

Reith hatte sich vor der Wahl schon mit der Familie zusammengesetzt und gesagt, dass man mit so etwas immer rechnen muss. „Aber wenn es soweit kommt, will ich mir nicht vorwerfen wollen, ich hätte noch einen Meter mehr machen können.“

Reith ist überzeugt: Wir hatten quantitativ und qualitativ viele und gute Veranstaltungen. Man müsse jetzt auch die Stimmenbewegungen betrachten. Er selbst sieht sein persönliches Wahlergebnis in der Erststimme positiv.

Der SWR meldete, dass es beispielsweise rund 60 000 Stimmen an die AfD abgewandert seien. Nach den ersten Einschätzungen hat es auch an Prozentpunkten gekostet, dass die CDU vehement auf die Zweitstimmen pochte.

Jens Metzger (Grüne)

Jens Metzger Foto: Florian Freundt

Bei dem Tuttlinger Jens Metzger, Direktkandidat der Grünen, ist die Freude groß: Er ist auf Listenplatz 20 und zieht somit sicher in den Landtag ein. „Mit dem Landesergebnis sind wir sehr zufrieden.“ Weniger jedoch mit dem Wahlkreis-Ergebnis, das bei den Erststimmen dann bei nur 17,6 Prozent liegt.

Christine Treublut (SPD)

Christine Treublut Foto: Jörg-Peter Rau

Christine Treublut sollte für die SPD bei der Landtagswahl 2026 mehr Stimmen holen als bei der im Corona-Jahr 2021. Dieses Ziel haben Partei und Wahlkreisbewerberin nicht nur nicht erreichen können. Das Ergebnis verschlechterte sich noch einmal auf nur 4 Prozent der Zweitstimmen.

Kay Rittweg (AfD)

Kay Rittweg Foto: Kay Rittweg

Kay Rittweg kann die Sektkorken knallen lassen. Er ging erstmals für seine Partei im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen ins Rennen. Auf Anhieb gelang ihm ein Ergebnis von 26,3 Prozent der Erststimmen, der Stimmanteil für seine Partei, die AfD, liegt im Wahlkreis bei 26,7 Prozent.

Heinrich Alexandra Hermann (Linke)

Heinrich Alexandra Hermann Foto: Hans-Jürgen Götz

Sah es bei den Wahlumfragen zeitweise so aus, als könnte die Linke den Sprung in den Stuttgarter Landtag schaffen, trat am Wahlabend Ernüchterung ein. Die Wahlkreisbewerberin Alexandra Hermann erhielt 3,1 Prozent der Erstimmen. Für die Linken votierten 2,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler.