Welches sind die drei Prioritäten, die die Kandidaten in ihrer politischen Arbeit setzen? Foto: patpitchaya - stock.adobe.com / Montage: Ganter

Die Landtagswahl am 8. März naht. Wir haben allen Kandidaten im Wahlkreis 53 Rottweil die Frage gestellt: Was sind für Sie die wichtigsten Prioritäten? Hier die Antworten.

Welche drei Ziele stehen für Sie als Vertreter ihrer Partei für den Kreis Rottweil ganz oben auf der Prioritätenliste? Das ist die Frage, die die Kandidaten zum Landtagswahl am 8. März hier beantworten.

 
Artur Eichin. Foto: Marcel

Artur Eichin (DIE GRÜNEN): Meine Prioritäten für den Kreis Rottweil sind sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Industrie und Mittelstand, eine verlässliche Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, von Ärzten bis zum öffentlichen Nahverkehr, sowie bezahlbare, klimafreundliche Energie. Wirtschaftskraft, Lebensqualität und Klimaschutz gehören für mich untrennbar zusammen.

 

Stefan Teufel. Foto: Hezel

Stefan Teufel (CDU): Die Zukunftschancen der Menschen in unserer Region haben Priorität. Es geht um Stärkung der Betriebe, Innovation und Erhalt der Arbeitsplätze. Es braucht bezahlbare Energiepreise, den Abbau von Regulierungen und Technologieoffenheit. Mein Einsatz gilt zudem dem Ausbau des Bildungsstandortes, der Sicherstellung der medizinischen Versorgung und der Stärkung der Infrastruktur. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist mir ein Herzensanliegen.

 

Ali Zarabi. Foto: Partei

Ali Zarabi (SPD): Als Vertreter der SPD für den Kreis Rottweil stehen für mich drei Ziele im Mittelpunkt: Erstens der Einsatz für eine durchgängige zweigleisige Gäubahn ohne Kappung, damit unsere Region verlässlich angebunden bleibt. Zweitens mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien, junge Menschen und Senioren. Drittens eine starke, wohnortnahe Gesundheitsversorgung.

 

Daniel Karrais. Foto: Graner

Daniel Karrais (FDP): Der Staat muss wieder funktionieren. Dazu will ich Regierungspräsidien und Regionalverbände abschaffen. Das spart 9000 Stellen in der Verwaltung und bringt mehr Entscheidungen in die Kommunen. Die Streichung sämtlicher Berichtspflichten für kleine und mittlere Unternehmen entlastet zudem von Papierkram. Das Ehrenamt braucht Entlastung von Auflagen, GEMA und Genehmigungszwängen. Mit einer Task Force Ehrenamt will ich gezielt Bürokratie für Vereine abbauen.

 

 

Emil Sänze. Foto: Partei

Emil Sänze (AfD): Wir brauchen eine starke Infrastruktur. Dazu gehören der Ausbau der BAB Behelfsausfahrt Epfendorf zu einer vollwertigen Anschlussstelle, der Erhalt des Bahnhofs Sulz, der durch die Tunnellösung Neckarhausen – Sulz bedroht ist, sowie eine verlässliche Gesundheitsversorgung durch rekommunalisierte Krankenhäuser und genossenschaftliche MVZ. Ich setze mich für die Ansiedlung einer Hochschule im Kreis Rottweil ein. Und unsere Kommunen müssen endlich entlastet werden.

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Daniel Hettich.  Foto: Partei

Daniel Hettich (Die Linke) : Ausgrenzung bekämpfen: Einführung eines kommunalen Sozialtarifs für Energie, Nahverkehr und Mieten. Öffentliche Infrastruktur stärken: Ausbau von Bus und Bahn, für jede Person kosten-/barrierefrei zur Verfügung stellen. Wohnen ist Menschenrecht: Kommunale Wohnungsbaugesellschaften, die bezahlbaren Wohnraum schaffen, fördern und spekulativen Leerstand bekämpfen.

 

Marius Dettki. Foto: Partei

Marius Dettki (Volt) : Mein größtes Ziel ist es, eine Energiewende umzusetzen, die sich für uns alle lohnt. Dafür setze ich mich abseits von Politik sowohl in meinem Beruf als Elektriker als auch bei der sich gründenden Bürgerenergie in Bösingen ein. Mein nächstes Ziel ist ein ÖPNV, der wie in den Niederlanden ein gutes Leben ohne Auto ermöglicht. Als drittes Ziel möchte ich mich für eine bessere Ausstattung und Finanzierung der Überbetrieblichen Ausbildungen einsetzen.

 

Karl-Heinz Eith. Foto: Partei

Karl-Heinz Eith (BSW) : Der Kreis ist gut in die Infrastruktur der Straßen eingebunden. Für eine weitere Stärkung ist der zweigleisige Ausbau der Gäubahn unablässig. Hier brauchen wir schnelle und pragmatische Entscheidungen, damit wir nicht nur reden sondern ins Realisieren kommen. Für die dezentralen Energiespeicher sollten wir jetzt sichtbare Projekte anschieben, damit wir die Nutzung der regenerativen Energien in den Bereich 24 Std./7 Tage schieben, regenerative Energien nutzen und damit die Netze entlasten.

 

 

Matthias Schultz. Foto: Partei

Matthias Schultz (WerteUnion): - Ausbau der Infrastruktur: Verbesserung der Verkehrsanbindung und Investitionen in moderne Infrastruktur, z. B. Gäubahn

Sicherung der Gesundheitsversorgung (z. B. Apotheken)

Stärkung der regionalen Wirtschaft: Förderung lokaler Unternehmen und Sicherung der regionalen Wertschöpfung.

 

 

Info

Für die Kandidaten galt die die Herausforderung, ihre Antworten innerhalb einer maximalen Längenvorgabe kurz und knackig auf den Punkt zu bringen. Längere Ausführungen darüber hinaus konnten nicht berücksichtigt werden. Es gibt elf zugelassene Kandidaten im Wahlkreis 53 Rottweil. ÖDP und Bündnis C haben innerhalb der Frist nicht geantwortet.