Laut Maren Seifert, Grünen-Landtagskandidatin im Wahlkreis Offenburg, gehören Umwelt und Wirtschaft zusammen – und für beides möchte sie sich stark machen.
Die 49-jährige Maren Seifert ist seit 2015 Persönliche Mitarbeiterin von des Offenburger Grünen-Landtagsabgeordneten Thomas Marwein. Zuvor war die in Gießen geborene Juristin bis zu ihrer Elternzeit 2008 Amtsleiterin der Kreispolizeibehörde und der Zentralen Bußgeldstelle des Kreises. Seifert ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Offenburg.
Für sie haben Klima- und Umweltschutz Priorität – „damit auch nachfolgende Generationen noch eine lebenswerte Zukunft im Land haben“, erklärt sie gegenüber unserer Redaktion. Die Verkehrswende müsse weitergehen und besonders der ÖPNV gestärkt und Taktungen verbessert werden. Die Energie- und Wärmewende sei voranzutreiben und der Flächenverbrauch einzudämmen. „Bei alledem dürfen Umwelt und Wirtschaft nicht gegeneinander ausgespielt werden. Klima- und Umweltschutz und eine starke Wirtschaft – das gehört zusammen!“, betont die Landtagskandidatin.
ÖPNV müsse weiter gestärkt werden
Im Landtag möchte sie sich für für den ÖPNV und sichere Rad- und Fußwege einsetzen, verrät sie unserer Redaktion. Als Aufsichtsrätin des E-Werks Mittelbaden und der Offenburger Wärmeversorgung sei sie mit der Energie- und Wärmewende vertraut und wolle sich auch auf der nächsten Ebene für einen Ausbau der erneuerbaren Energien, der Netze und von Speichern engagieren. „Mit der Stärkung der Sicherheitsbehörden und der Justiz möchte ich mich zudem im Bereich Rechts- und Innenpolitik engagieren“, so Seifert.
In dem auch ländlich geprägten Wahlkreis Offenburg habe zudem die Verbindung von Klima- und Umweltschutz mit der Wirtschaft, aber auch eine bessere ÖPNV-Anbindung der ländlichen Umgebung eine große Bedeutung. „Da möchte ich noch einiges verbessern!“, betont die 49-Jährige.
Seifert sieht über den Wahlkreis hinaus
Im Landtag vertrete sie dabei nicht nur den Wahlkreis, „sondern ich wirke an der Zukunft des ganzen Landes mit“. Natürlich profitiere der eigene Wahlkreis von einer starken Vertretung in Stuttgart: „Für die Ortenau sind die vier verbleibenden Kliniken und eine gute Nachnutzung der ehemaligen Standorte wichtig – hierfür setze ich mich ein.“ Als Kreisrätin und Verwaltungsrätin des Ortenau-Klinikums kenne sie zudem die Herausforderungen für Krankenhäuser und möchte in Stuttgart für ihre solide Finanzierung kämpfen. Und bleibt es nach der Wahl beim Förderversprechen für die Ortenauer Klinikreform? „Wenn die neue Landesregierung wieder grün geführt wird und wir das Gesundheitsministerium erhalten, ist die Frage mit einem klaren Ja zu beantworten“, so Seifert. Ob die Förderung aber auch in einer schwarz geführten Landesregierung so durchsetzbar sein werde, bezweifle sie.