Der AfD-Landtagskandidat im Wahlkreis Offenburg will im Fall einer Regierungsbeteiligung seiner Partei alle Programme prüfen.
Der in den USA geborene Taras Maygutiak ist Vorsitzender der AfD-Fraktion im Offenburger Gemeinderat und trat bereits bei der Bundestagswahl 2025 für seine Partei an. Er ist geschieden und arbeitet laut eigener Angaben als Monteur.
„Um das Land wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen, brauchen wir erst einmal eine möglichst breite Unterstützung der Wähler. Es liegt vieles im Argen“, betont der 52-Jährige gegenüber unserer Redaktion.
Wenn die AfD die Regierung stelle, wolle seine Partei als erste Sofortmaßnahme die mehr als 400 Millionen Euro, die von der bisherigen Landesregierung jährlich „durch weitgehend wirkungsfreie Klimaschutzmaßnahmen verpulvert werden“, in einen landeseigenen Energierabatt für Unternehmen und Bürger umleiten.
Bildung soll unter anderem auf „Identität“ basieren
„Wir werden alles daran setzen, die Automobilindustrie zu retten“, so Maygutiak. „An die Themen Migration und innere Sicherheit müssen wir rangehen. Zudem streben wir eine Wende bei der Bildung an. Diese soll auf Leistung, Disziplin und Identität basieren.“
„Ich will mich für eine freie und vielfältige Medienlandschaft einsetzen, die eine objektive Berichterstattung gewährleistet und die Meinungsfreiheit schützt“, antwortet der AfDler angesprochen auf seine persönlichen Ziele. Er lehne jede Form der staatlichen Einflussnahme ab. Die AfD fordere eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Dessen Berichterstattung sei „einseitig, politisch gesteuert und oft tendenziös“. Die AfD setze sich daher für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags ein.
„Wie das nun mal ist, können wir nur so viel bewegen, wie es die Wähler entscheiden“, erläutert Maygutiak angesprochen auf seine Agenda für den Wahlkreis. „Der Bau von Windkrafträdern muss gestoppt werden – natürlich nicht nur im Wahlkreis. Aber die Verschandelung unserer Landschaft hier tut natürlich besonders weh“, betont er jedoch. Die heimische Wirtschaft, die Landwirtschaft, Migrationspolitik sowie Sicherheit und die Bildung stünden für ihn ebenso im Vordergrund.
Relativ eindeutig positioniert sich Maygutiak zur vom Land in Aussicht gestellten und teils bereits gewährten Förderung für die Ortenauer Klinikreform. „Was die kommende Landesregierung an alten Versprechen einhalten kann oder wird, steht noch in den Sternen“, konstatiert er. „Bei einer AfD-Beteiligung an der Landesregierung werden wir sicher dafür sorgen, dass frühere Förderversprechen, dass Förderprogramme und Subventionen insgesamt, genau angeschaut, geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden. An irgendwelche ideologischen Versprechen, die die Altparteien abgegeben haben, fühlen wir uns nicht gebunden.“