AfD-Kandidat Hans-Peter Hörner zieht wieder in den Landtag ein. Das sagt er zu seinem Ergebnis.
Um 20.30 Uhr ist Hans-Peter Hörner aus der Landeshauptstadt zurückgekehrt und in seinem Wahlkreis angekommen. „Ich bin sehr zufrieden und kann mich bei den Wählern nur bedanken“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Nach ersten Hochrechnungen zieht Hörner erneut in den Landtag ein. Die AfD erreicht fast 19 Prozent – knapp 9 Punkte mehr als 2021.
Vor fünf Jahren hat der AfD-Kandidat im Wahlkreis Balingen 12,2 Prozent der Stimmen erzielt und ist über das Zweitmandat in den Landtag eingezogen. Der heute 74-Jährige aus Frommern kandidierte bei der Landtagswahl 2026 erneut – und konnte sein Ergebnis mit 26,2 Prozent (Stand 21:30 Uhr) mehr als verdoppeln.
„Mehr als doppelt so vielen Stimmen“
Er habe mit einem guten Ergebnis gerechnet, sagt Hörner. Allerdings nicht mit „mehr als doppelt so vielen Stimmen“ wie noch 2021. Erst am Vortag der Wahl sei er mit seinem Team noch beim Wahlstand in der Eyachstadt gewesen. Viele Bürger, von jung bis alt, seien auf ihn zugekommen.
„Wir haben hervorragenden Zuspruch bekommen. Ich glaube, wir als Partei haben auf Kreis- und Ortsebene ein gutes Bild gemacht.“
Überrascht sei er vom vorläufigen Ergebnis der Sozialdemokraten und der FDP, sagt Hörner. „Für die FDP tut es mir irgendwo leid.“ Die Liberalen hätten in der Vergangenheit häufig gegen Anträge der AfD im Landtag gestimmt: „Selbst dann, wenn wir eigentlich ähnlicher Meinung waren.“ Etwa beim Thema Notfallpraxen, deren Schließung unbedingt verhindert werden müsse, so Hörner. „Es geht um Inhalte, nicht darum, von wem die Anträge kommen.“ Viele Wähler seien von der FDP zur AfD gewechselt, glaubt Hörner.
„Da können wir etwas bewegen“
Chancen sieht er für seine Partei vor allem in der Ausschussarbeit: „Da können wir etwas bewegen.“ Die AfD werde weiterhin Anträge einbringen, auch wenn Hörner mit großer Ablehnung der anderen Parteien rechne. „Es muss jemand da sein, der die Finger in die Wunden legt.“