Die Vorbereitungen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März laufen auch im Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Kreiswahlausschuss stimmte diesen Wahlvorschlägen zu.
„Sie müssen sich das heute vorstellen wie beim Notar“, stimmte Landrat Sven Hinterseh die Mitglieder des Kreiswahlausschusses auf den Ablauf der Sitzung ein. Hinterseh ist gleichzeitig auch Kreiswahlleiter bei der Landtagswahl am 8. März. Ihm zur Seite standen bei der Sitzung Daniel Schunk und Lela Illic-Djukic von der Geschäftsstelle des Kreiswahlleiters.
Sechs Wahlvorschläge lagen dem Kreiswahlausschuss vor, für die Landtagswahl in Baden-Württemberg im Jahr 2021 waren es laut Daniel Schunk doppelt so viele, nämlich zwölf. Die Bewerberin für die Partei Volt habe für die Landtagswahl BW 2026 zurückgezogen, die Werteunion und die Freien Wähler reichten keinen Wahlvorschlag ein. Beide hätten dafür mindestens 150 Unterstützungsunterschriften vorlegen müssen. Diese Vorgabe erfüllten Die Linke mit 180 Unterstützungsunterschriften, von denen drei als ungültig gewertet worden seien.
Zwei wesentliche Änderungen gibt es nach Angaben von Daniel Schunk gegenüber der Landtagswahl im Jahr 2021: Zum einen ist das Wahlalter abgesenkt worden. Am 8. März können also Wahlberechtigte ab einem Alter von 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Außerdem stehen Wählerinnen und Wählern statt einer nun zwei Stimmen zur Verfügung. Die Reihenfolge auf dem Wahlzettel richte sich nach dem Anteil der Zweitstimmen bei der letzten Landtagswahl. Weil es 2021 nur eine Stimme gab, gelte eine Sonderregelung anhand des Stimmenergebnisses bei der letzten Landtagswahl. Damals erhielten die Grünen landesweit 32,6 Prozent der Stimmen, die CDU kam auf 24,1 Prozent, dann die SPD mit 11 Prozent, die FDP mit 10,5 Prozent, die AfD mit 9,7 Prozent die Die Linke mit 3,6 Prozent.
Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel
Für den Wahlkreis 54 bedeutet das folgende Reihenfolge auf dem Stimmzettel: Oben steht Bündnis 90/Die Grünen mit der Landtagsabgeordneten Martina Braun aus Furtwangen (Ersatzbewerber ist Thomas Bleile, Villingen-Schwenningen).
Es folgen die CDU mit Andreas Braun aus Unterkirnach (Ersatzbewerberin Stephanie Martin, Villingen-Schwenningen), die SPD mit Nicola Schurr aus Villingen-Schwenningen (Ersatzbewerberin Katharina Beck, Villingen-Schwenningen), die FDP mit Dirk Eisenbiegler aus Niedereschach (Ersatzbewerberin Jasmin Schmid, Bräunlingen), die AfD mit Martin Rothweiler aus Villingen-Schwenningen (Ersatzbewerber Sebastian von Ryt, Villingen-Schwenningen) und Die Linke mit Aynur Karliki, Stuttgart. Diesen Wahlvorschlägen stimmte der Kreiswahlausschuss einhellig zu.
Bis Montag, 12. Januar, läuft die Beschwerdefrist. Die öffentliche Bekanntmachung ist frühestens am 13. Januar, spätestens am 2. Februar möglich.
Umfrageinstitute sind dabei
Daniel Schunk lobte, dass die Unterlagen für die Wahlvorschläge gewissenhaft und sauber ausgestellt worden seien. „Es ist sehr gut gearbeitet worden.“ Mitarbeiter von Meinungsforschungsinstituten sind auch in Wahllokalen im Schwarzwald-Baar-Kreis tätig, so der Hinweis von Sven Hinterseh. Und zwar von der Forschungsgruppe Wahlen für das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) und von Infratest Dimap für das Erste (ARD). Das betreffe Wahllokale in Bad Dürrheim und Königsfeld (Infratest Dimap), Dauchingen und Unterkirnach (Forschungsgruppe Wahlen), in VS sind zwei Wahllokale von Infratest Dimap ausgesucht und zwei weitere von der Forschungsgruppe Wahlen.
Am Donnerstag, 12. März, soll am Nachmittag das Ergebnis der Landtagswahl für den Wahlbezirk 54 VS offiziell festgestellt werden.