Unser Leser Thomas Peetz aus Albstadt zeigt sich schockiert von der AfD-Veranstaltung am Mittwochabend in der Balinger Stadthalle.
Mit Entsetzen habe ich den Bericht über die AfD-Veranstaltung in Balingen gelesen. Die Aussagen, die dort gefallen sind, offenbaren ein Weltbild, das weder demokratischen noch menschlichen Grundwerten entspricht. Besonders die Aussage „Wer gegen rechts kämpft, ist Antidemokrat“ zeigt, wie die AfD versucht, die demokratische Grundordnung für ihre eigenen Zwecke zu verdrehen. Sie blendet dabei aus, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus ein zentraler Bestandteil unserer freiheitlichen Demokratie ist.
Mischung aus Hetze und Polemik
Die Redner der Veranstaltung bedienten sich einer erschreckenden Mischung aus Hetze, Fehlinformation und populistischer Polemik. Von der pauschalen Diskreditierung queerer Familienmodelle bis hin zur Verharmlosung rechtsextremer Positionen wird klar, dass die AfD eine rückwärtsgewandte und ausgrenzende Politik verfolgt. Aussagen wie „Deutschland ist kein Einwanderungsland“ und „Schließt die Grenzen“ stehen in krassem Widerspruch zu unserer historischen Verantwortung und zur Realität einer globalisierten Welt.
Demokratie lebt von Vielfalt
Dass zudem Ängste und Vorurteile geschürt werden – etwa durch die Behauptung, Frauen könnten nicht mehr sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen –, zeigt, dass die AfD nicht an Lösungen interessiert ist. Stattdessen nutzt sie diffuse Ängste, um gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben.
Es wird Zeit, dass wir uns klar und deutlich gegen diese Form von Politik stellen. Demokratie lebt von Vielfalt, Toleranz und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – nicht von Hetze, Ausgrenzung und polemischen Kampfansagen.
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