Die beiden Top-Kandidaten der Landtagswahl im Rottenburger Fernduell: Am 27. Januar kommt Manuel Hagel (CDU), am 6. Februar kommt Cem Özdemir (Grüne).
Schon seit einigen Jahren kämpfen Schwarz und Grün um die politische Vorherrschaft in Rottenburg. Beflügelt vom Kretschmann-Bonus überrundeten die Grünen bei der Landtagswahl vor fünf Jahren in der Großen Kreisstadt erstmals die CDU. Die aktuellen Umfragen deuten dagegen darauf hin, dass die Christdemokraten wieder stärkste Partei in Rottenburg werden.
Offenbar wird die Bischofsstadt auch in den Stuttgarter Parteizentralen beachtet – oder die hiesigen Wahlkämpfer sind besonders gut vernetzt in ihren Landesverbänden. Denn beide Anwärter auf den Ministerpräsidenten-Posten kommen demnächst nach Rottenburg, und zwar nicht auf Stippvisiten zum Händeschütteln, sondern zu abendfüllenden Großveranstaltungen in der Festhalle.
Hagel will kraftvoll führen
Den Wahlkampfauftakt gibt die CDU am Dienstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr. Manuel Hagel, der christdemokratische Spitzenkandidat, werde „an diesem Abend klare Positionen zu den entscheidenden Zukunftsfragen unseres Landes beziehen – von der inneren Sicherheit über eine starke Wirtschaft bis hin zu moderner Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, schreibt Armin Schneider, der Vorsitzende des Rottenburger CDU-Ortsverbands, in einer Pressemitteilung: „Es geht um Orientierung, Mut und den Anspruch, Baden-Württemberg kraftvoll zu führen.“ Der Einlass ist um 18.30 Uhr. Nach Hagels Auftritt in der Halle lädt die CDU im Foyer zu Getränken und Häppchen.
Özdemir steht für klaren Kurs
Zehn Tage später, am Freitag, 6. Februar, um 20 Uhr kommt dann auch der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir nach Rottenburg, ebenfalls in die Festhalle. Der Tübinger Kreisverband der Partei kündigt an: „Gemeinsam mit Cem Özdemir wollen wir über die Zukunft unseres Landes sprechen: über Klimaschutz, eine starke Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit und gute Bildung. Cem Özdemir steht für eine Politik mit Haltung, Erfahrung und klarem Kurs – und freut sich auf den Austausch vor Ort. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.“
Stoch im Haus der Bürgerwache
Und noch mal zwei Wochen später, am 18. Februar um 19 Uhr, kommt auch der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch nach Rottenburg, zum Politischen Aschermittwoch im Haus der Bürgerwache. Die aktuellen Umfragen versprechen ihm allerdings nur geringe Chancen auf das Amt des Ministerpräsidenten.
Die Festhalle gehört der Stadt, ebenso wie die Zehntscheuer unten in der Altstadt. Parteien und andere politische Gruppierungen können sie mieten, auch für Wahlkampf-Auftritte, teilte die städtische Pressestelle auf Nachfrage mit. Die Benutzungsordnung sieht keine „neutralen“ Karenzzeiten vor Wahlterminen vor.