Sprachen über die Situation des Handwerks und des Dienstleistungssektors (von links): Luka Kempf, Hermann Becker, Simon Herzog und Markus Hiltensberger. Foto: zVg/Büro Simon Herzog

CDU-Landtagskandidat Simon Herzog kritisiert in Rheinfelden den Unterschied zwischen Erwerbsarbeit und staatlichen Transferleistungen als zu gering.

Im Rahmen seiner Unternehmensbesuche hat Herzog gemeinsam die Firma Hiltensberger Gebäudereinigung in Herten besucht. Rheinfeldens Stadtverbandsvorsitzender Hermann Becker und Luka Kempf nahmen seitens der CDU an dem Termin teil.

 

Anlass des Besuchs war die Situation des Handwerks und des Dienstleistungssektors sowie aktuelle arbeits- und wirtschaftspolitische Handlungsbedarfe, wie Herzog in Form einer Pressemitteilung wissen lässt.

Firma Hiltensberger wird 50 Jahre alt

Besonders hervorgehoben wurde das 50-jährige Bestehen des Familienunternehmens. Im politischen Gespräch wurde das Lohnabstandsgebot thematisiert. Geschäftsführer Markus Hiltensberger schilderte die Situation vieler Beschäftigter in der Branche und in seinem Betrieb: „Obwohl wir auch angelernte Hilfskräfte deutlich über dem Mindestlohn bezahlen und ein attraktives Arbeitsumfeld bieten, lohnt es sich unter Berücksichtigung der Wohnkosten aus Perspektive der Mitarbeiter oft nicht, zu arbeiten.“

„Leistungsbereitschaft nicht untergraben“

Herzog machte deutlich, dass sich Arbeit wieder spürbar lohnen müsse. Gerade im Handwerk und im personalintensiven Dienstleistungsbereich sei es für Betriebe zunehmend schwierig, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, wenn der finanzielle Unterschied zwischen Erwerbsarbeit und staatlichen Transferleistungen zu gering ausfalle.

Herzog betonte: „Es darf nicht sein, dass jemand mit der Kombination aus Sozialleistungen am Ende praktisch genauso viel hat, wie der, der jeden Tag Vollzeit arbeitet. Das untergräbt Leistungsbereitschaft und ist gegenüber den vielen fleißigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern schlicht unfair.“

Herzog pocht auf Lohnabstandsgebot

Die jüngste Reform des Bürgergelds zu einer „neuen Grundsicherung“ seien in vielerlei Hinsicht ein richtiger Schritt, das Lohnabstandsgebot werde jedoch dadurch nicht wieder hergestellt. Hier bestehe weiterhin klarer politischer Handlungsbedarf, sagt Herzog.