In Hardt kam es zu kurzen Verzögerungen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Neue Software, Corona und in Hardt auch ein neues Wahllokal: Die Landtagswahl hatte es auch für die Helfer und Verantwortlichen in sich.

Hardt/Lauterbach - Das Foyer der Arthur-Bantle-Halle wurde als Wahllokal gerne genutzt, das im Gegensatz zum Bürgerhaus barrierefrei ist. "Wir haben kaum Leerlauf", sagte Bürgermeister Michael Moosmann, der an der Urne darauf achtete, dass alles seinen geregelten Gang ging – strikt abgetrennt von den Wählern durch eine Plexiglasscheibe.

Sichere Leitung nur im Rathaus

Um 20.17 Uhr waren dann sämtliche Hardter Stimmen ausgezählt und an das Landratsamt Rottweil gemeldet. Damit war Hardt die letzte Gemeinde im Kreis, die ihre Ergebnisse meldete. Die Örtlichkeiten spielten dabei eine Rolle: So musste das Ergebnis aus dem Rathaus gemeldet werden, da es nur von dort eine komplett sichere Leitung ins Landratsamt gibt. Zudem war der Anteil an Briefwählern aufgrund von Corona etwa drei Mal so hoch wie üblich. "Es ist insgesamt alles gut gelaufen, die Wahlhelfer haben einen tollen Job gemacht", lobt Hauptamtsleiterin Marion Rapp. Kreisweit lagen damit die Ergebnisse nur 15 Minuten später vor als bei der Wahl vor fünf Jahren. Da diese aber online nicht über die zentrale Datenplattform im Landkreis abzurufen waren, warteten viele Interessierte noch auf die Hardter Daten – und damit auf die Antwort auf die offene Frage, wer in dem knappen Rennen um den Landtagssitz sicher gewonnen hat: Sonja Rajsp von den Grünen oder Stefan Teufel von der CDU.

Wahlprogramm geht in die Knie

Die Gemeinde Lauterbach war "ziemlich schnell" mit dem Auszählen fertig – und das Wahlprogramm meldete auch "vier von vier Bezirke" als fertig an. Wer allerdings mehr wissen wollte, der hatte Pech. Über Stunden kam am Abend nach Anklicken über die Homepage der Gemeinde oder beim Wahldienstleister direkt lediglich der Hinweis "es ist kein zu veröffentlichendes Gebiet eingerichtet". Wieso dies so war, kann Hauptamtsleiter Andreas Kaupp derzeit nicht nachvollziehen, will sich aber mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen. "Die nächste Wahl kommt bestimmt", sagt er – und dann soll es ja funktionieren.

Zudem herrschte kreisweit von etwa 20.30 bis 22.30 Uhr digitale Funkstille in Sachen Wahlergebnisse – das neue Wahlprogramm war in die Knie gegangen. Der Anbieter wurde flugs informiert und werkelte zwei Stunden, bis die Ergebnisse wieder online zu sehen waren.

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