In der Arthur-Bantle-Halle in Hardt wurde fleißig ausgezählt. Foto: Ziechaus

Die Wahlergebnisse in den Umlandgemeinden zeigten eine große Bandbreite. Die AfD holte in Locherhof 28,9 Prozent und damit den Bestwert in der Umgebung von Schramberg.

Traditionell war die CDU in den meisten Orten stark. Die FDP verlor fast überall, genauso wie die Grünen.

 

Sonja Rajsp-Lauer, Kreisvorsitzende der Grünen aus Lauterbach, zeigte sich trotzdem sehr zufrieden. „Ich freue mich extrem, dass unser nächster Ministerpräsident Cem Özdemir heißen wird. Er kann es und ist ein guter Mensch“.

Auch dass Arthur Eichin aller Voraussicht nach den Landkreis im Landtag vertritt, freute sie sehr. Dann komme grüne Politik besser in den ländlichen Raum, hoffte sie.

Für die AfD hatte sie hingegen naturgemäß wenig übrig. „Sie sind gesichert rechtsextrem und Björn Höcke ist ein Nazi“, sagte sie. Sie könne nicht verstehen, wie viele Leute AfD wählten und wie wenig Emil Sänze für den Wahlkreis gemacht habe. Noch am Abend zuvor habe sie mit potenziellen AfD-Wählern geredet und versucht, sie umzustimmen. Die Lage im Land sei nicht so schlecht, wie die AfD glauben machen wolle. Aichhalden: Die AfD wurde mit 22,4 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft in der Gesamtgemeinde hinter der CDU mit 36,6 Prozent. Viele frühere SPD-Wähler dürften zu den Grünen übergesiedelt sein, um einen CDU-Ministerpräsidenten Manuel Hagel zu verhindern. Hardt: Exakt 40 Prozent erhielt die CDU in Hardt und hatte damit klar die Nase vorne – wie schon so oft. Es folgte die AfD mit 21,5 Prozent und die Grünen mit 20,9 Prozent. Die FDP verlor 11,6 Prozentpunkte und kassierte damit eine heftige Klatsche. Schiltach: Einst war Schiltach eine „rote Hochburg“, doch davon ist nicht mehr viel übrig geblieben. Gerade mal 7,6 Prozent der Zweitstimmen vereinigten die Genossen auf sich. Die CDU lag mit 31,2 Prozent knapp vor den Grünen mit 28,4 Prozent. Die AfD kam „nur“ auf 16,6 Prozent. Schenkenzell: In Schenkenzell gewannen CDU und AfD kräftig hinzu. Die klaren Verlierer waren die Grünen und die FDP. In Kaltbrunn blieb die CDU mit großem Abstand auf dem ersten Platz vor AfD und den Grünen. Eschbronn: Locherhof ist eine Hochburg der AfD, das wurde erneut deutlich. Diesmal landete die Partei bei 28,9 Prozent und legte damit um satte 13 Prozentpunkte zu. Grüne und FDP büßten hier massiv ein mit minus neun, beziehungsweise elf Prozentpunkten. In Mariazell blieb die CDU um zehn Prozentpunkte vor der AfD, die Grünen waren nochmals fünf Prozent dahinter. Lauterbach: In Lauterbach war die CDU mit 40 Prozent ganz klar stärkste Kraft. In Sulzbach waren es sogar 46 Prozent. Grüne und FDP verloren in etwa gleich stark, wie CDU und AfD hinzugewannen. Die SPD kam auf kümmerliche 4,2 Prozent. Auch hier gingen viele Stimmen ehemaliger SPD-Wähler an die Grünen.