Seite an Seite stehen die Wahlplakate für die Landtagswahl am 8. März, wie hier an der B 317 in Höllstein. Foto: Harald Pflüger

Auch in den Rathäusern von Steinen und Maulburg trifft man letzte Vorbereitungen.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl beginnt für die Parteien die heiße Phase des Wahlkampfs. Und auch in den Rathäusern von Steinen und Maulburg trifft man letzte Vorbereitungen, um die Wahl reibungslos über die Bühne zu bringen.

 

Steinen

In Steinen sind am 8. März 120 Personen im Einsatz, wobei die Wahlleitung in den Händen von Hauptamtsleiter Carsten Edinger und seinem Team liegt. Aufgrund der gewachsenen Einwohnerzahl und der damit verbundenen Anzahl der wahlberechtigten Personen wird es in Steinen bei der Landtagswahl zwölf Urnenwahlbezirke geben, einen mehr als bei der letzten Bundestagswahl.

Der Zuzug zahlreicher neuer Bürger im Neubaugebiet „Alte Weberei“ im Kernort von Steinen hat laut Verwaltung zur Folge, dass sich die Zahl der Wahlberechtigten in den bisherigen Wahlbezirken ungleich entwickelt hat.

Damit die Wahlbezirke zukünftig wieder ausgewogen sind, musste die Gemeindeverwaltung eine Neuordnung der Wahlbezirke vornehmen. Im Kernort Steinen wurde ein neuer Wahlbezirk eingerichtet, so dass auch die vorhandenen vier Wahlbezirke angepasst werden musste.

Fünf Urnenwahlbezirke

Zukünftig wird es im Kernort Steinen fünf Urnenwahlbezirke geben. Wie bisher auch werden alle Wahllokale im Meret-Oppenheim-Schulzentrum sein. Im Schulzentrum werden Schülerinnen und Schüler als Lotsen bei der Suche nach dem richtigen Wahllokal helfen. In Höllstein, Endenburg, Hägelberg, Hüsingen, Schlächtenhaus und Weitenau gibt es keine Änderungen.

Zu den insgesamt zwölf Urnenwahlbezirken kommen noch drei Briefwahlbezirke, einer weniger als bei der letzten Bundestagswahl.

Ausgezählt wird nach nach Schließung um 18 Uhr direkt in den jeweiligen Wahllokalen.

Zur Stimmabgabe aufgerufen sind in Steinen 7606 Wähler. Neu ist, dass sich erstmals Jugendliche ab 16 Jahren an der Landtagswahl beteiligen dürfen. In Steinen sind das 443 Personen.

Ergebnis 2021

Von der Möglichkeit der Briefwahl machten bislang mehr als zehn Prozent der Stimmberechtigten Gebrauch. Bislang liegen 1284 Briefwahlanträge vor.

2021 machten in Steinen von den insgesamt 7514 Wahlberechtigten 4656 von ihrem Stimmrecht Gebrauch, was einer Wahlbeteiligung von 63,6 Prozent entsprach.

Wahlsieger waren 2021 die Grünen mit 34,7 Prozent vor der CDU mit 22,5 Prozent und der SPD, die auf 12,4 Prozent kam.

Maulburg

In Maulburg sind am 8. März 2981 Stimmberechtigte zur Landtagswahl aufgerufen. Darunter befinden sich 145 Jungwähler im Alter von 16 bis 18 Jahren. Mehr als zehn Prozent der Stimmberechtigten, nämlich 394 Personen, haben bislang Briefwahl beantragt.

Die Wahlleitung obliegt im Maulburger Rathaus Hauptamtsleiterin Daniela Oswald, der ein Team von 30 Wahlhelferinnen und Wahlhelfern zur Seite steht. Gewählt wird in vier Wahllokalen (Rathaus, Feuerwehr, Wiesentalschule und Steegmattkindergarten). Hinzu kommt noch ein Briefwahlbezirk.

Ergebnis 2021

Die Stimmen werden um 18 Uhr direkt in den Wahllokalen ausgezählt. Die Wahlvorstände, so Oswald, melden die Ergebnisse an das Rathaus. Dort werden die Stimmen im sogenannten Wahlmanager erfasst. Der Wahlmanager wird Baden-Württemberg genutzt, um die von Hand ausgezählten Ergebnisse in den Wahlbezirken in der Kommune zu erfassen, zu prüfen, und zusammenzuführen. Nach Freigabe durch die Wahlleitung werden die Daten elektronisch an das Landratsamt übertragen, dort gesammelt und anschließend an die Landesebene weitergeleitet.

Wahlsieger in Maulburg waren 2021 die Grünen mit 35,2 Prozent vor der CDU mit 21,5 Prozent und der SPD mit 13,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,5 Prozent. Das heißt, dass von den Wahlberechtigten 1757 von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten.

Reformiertes Wahlrecht

Stimmen
Bei der Landtagswahl 2026 gilt erstmals ein reformiertes Wahlrecht mit zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird die Person gewählt, die den Wahlkreis direkt im Stuttgarter Landtag vertreten soll. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Sie entscheidet, wie viele Sitze jede Partei insgesamt bekommt. Es ist möglich, die Stimmen zu splitten, beispielsweise die Erststimme einer Person von einer Partei A zu geben und mit der Zweitstimme eine andere Partei B zu wählen.