Das Kandidatenkarussell für die Bürgermeisterwahl in Schömberg nimmt Fahrt auf. Mit Steffen Uwe Hoffmann gibt es einen weiteren Bewerber.
Es gibt einen zweiten Bewerber um das Amt des Bürgermeisters von Schömberg. Es ist Steffen Uwe Hoffmann aus Bad Teinach-Zavelstein.
Der gebürtige Pforzheimer Hoffmann ist 33 Jahre alt, seit zwei Jahren verheiratet und Vater eines einjährigen Sohnes.
Nach dem Gymnasium begann er eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker in Pforzheim, die er nach einer verkürzten Lehre bestanden habe, berichtet er gegenüber unserer Redaktion.
Nach Mexiko entsandt
„Als Geselle habe ich in der Abendschule meinen Handwerksmeister absolviert“, erzählt er. Dem Ausbildungsbetrieb sei er treu geblieben und sei nach einer Beförderung zum stellvertretenden Abteilungsleiter, als Expat, im Oktober 2023 nach Mexiko entsandt worden.
In Mexiko sei er dafür zuständig, den technischen Bereich in allen Tätigkeiten aufzubauen – technisch, personell wie auch wirtschaftlich.
Warum bewirbt er sich als Bürgermeister von Schömberg?
„Schömberg ist mir seit vielen Jahren vertraut, und ich fühle mich der Gemeinde persönlich verbunden. Mein Freundeskreis lebt hier, wir sind junge Menschen, die sich bewusst mit Schömberg identifizieren. Mir ist wichtig, dass unsere Gemeinde auch für junge Leute attraktiv bleibt und Raum zum Mitgestalten bietet“, sagt Hoffmann.
Klare Zukunftsperspektive wichtig
Als Familienvater wisse er, wie wichtig verlässliche Entscheidungen, funktionierende Strukturen und eine klare Zukunftsperspektive seien. „Ich möchte Verantwortung übernehmen und aktiv dazu beitragen, dass Schömberg heute gut funktioniert und auch morgen lebenswert bleibt“, erklärt der 33-Jährige.
Welche Voraussetzungen bringt er seiner Einschätzung nach für ein solches Amt mit?
„Als Werkzeugmachermeister trage ich täglich Verantwortung – für Qualität, Termine, Abläufe und Ergebnisse. Präzision, Zuverlässigkeit und lösungsorientiertes Denken sind für mich keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag“, meint Hoffmann.
„Ich bin es gewohnt, Probleme strukturiert anzugehen, Entscheidungen zu treffen und für deren Umsetzung einzustehen. Diese praxisnahe, bodenständige Haltung möchte ich in das Amt des Bürgermeisters einbringen.“
Was reizt ihn, ausgerechnet Bürgermeister von Schömberg werden zu wollen?
„Schömberg steht vor konkreten Herausforderungen und Problemen, die in den kommenden Jahren auf unsere Gemeinde zukommen werden“, ist der Kandidat überzeugt. „Mich reizt es, diese Probleme zu lösen und nicht nur zu verwalten. Gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft möchte ich tragfähige Lösungen erarbeiten.“
Bewerber will nach Schömberg ziehen
Auch wenn er derzeit noch nicht in Schömberg lebe, sei es sein Ziel, „dass Schömberg für mich und meine Familie ein Zuhause wird. Genau deshalb möchte ich Verantwortung übernehmen und die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mitgestalten“, bekräftigt Hoffmann abschließend.
Die Wahl
Hoffmann ist momentan einer von zwei Bewerbern um den Chefsessel im Schömberger Rathaus. Als Erster hatte am Neujahrstag Michael Hopf seinen Hut in den Ring und seine Bewerbung für die Bürgermeisterwahl in den Briefkasten des Schömberger Rathauses geworfen.
Hopf lebt seit 2017 mit seiner Frau in der Glücksgemeinde und ist Kämmerer des Landkreises Calw.
Amtsinhaber tritt zum 31. März zurück
Die Wahl wurde notwendig, weil Amtsinhaber Matthias Leyn zum 31. März seinen Rücktritt erklärte. Damit sorgte er in Schömberg für einen Paukenschlag. Leyn war erst 2023 für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister gewählt worden. Er ist seit 2015 Rathauschef.
Wahltag ist am 8. März, eine mögliche Stichwahl am 22. März.