Er ging als einziger ins Rennen – und demnach wie erwartet als Sieger aus diesem hervor: Der Bürgermeister von Niedereschach heißt auch für die nächste Amtszeit Martin Ragg.
Am Ende strahlte Amtsinhaber Martin Ragg übers ganze Gesicht. Am späten Sonntagabend stand nämlich fest: Er kann seine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Niedereschach antreten.
Er war als einziger Bewerber um den Posten ins Rennen gegangen und darf nun – eine Überraschung ist das natürlich nicht – nach dem Willen der Wählerinnen und Wähler in seine dritte Amtszeit starten. 91,7 Prozent der Stimmen entfielen laut dem vorläufigen Endergebnis auf ihn.
Seine aktuelle bisherige endet zum 30. April – und auch danach wird er nun erneut wieder als Bürgermeister Niedereschachs agieren können.
Die Wahlbeteiligung lag bei 65,5 Prozent – und aufgrund des gleichzeitigen Landtagswahltermins damit erwartungsgemäß höher als bei vielen anderen Bürgermeisterwahlen mit nur einem Kandidierenden. 4856 Personen waren wahlberechtigt.
Ergebnis verkündet
Schon von vornherein war klar gewesen, dass das Ergebnis der Bürgermeisterwahl eine Weile auf sich warten lassen würde. Schließlich galt es für die Wahlhelfer rund um das Team von Hauptamtsleiter Jürgen Lauer zunächst, die Landtagswahl auszuzählen.
Vielleicht war es auch die Ankündigung, dass daher frühestens um 21 Uhr mit einem Ergebnis in Sachen Bürgermeisterwahl zu rechnen sei, dass nicht ganz so viele Interessierte zum Arzúa-Platz kamen, wo eben dieses Ergebnis verkündet hätte werden sollen.
So konnte dies kurzerhand im neuen Vereinsraum der Deifelzunft geschehen, wo alle Platz fanden, die gekommen waren. Hier konnte Regina Rist, Bürgermeisterstellvertreterin und Vorsitzende des Wahlausschusses, das vorläufige Endergebnis verkünden. Großen Applaus und herzliche Glückwünsche durfte Martin Ragg daraufhin allseits entgegennehmen.
Zu den ersten Gratulanten gehörten seine Frau Margit und seine Kinder, sodann Niedereschacherinnen und Niedereschacher und auch Landrat Sven Hinterseh sowie etliche Bürgermeisterkollegen. Jürgen Roth, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, brachte ebenfalls herzliche Glückwünsche und betonte – auch im Namen des Bürgermeistersprengels – die stets gute Zusammenarbeit, und dass Ragg immer den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern halte. Und Rudolf Fluck aus Mönchweiler als amtierender Präsident des Sechserclubs gratulierte Martin Ragg gerne, an dem er vor allem seine ruhige, sachliche und besonnene Art schätze und die persönliche Freundschaft schätze.
Martin Ragg selbst bekannte: „Ich bin natürlich erleichtert – und ich freue mich riesig über das Ergebnis.“ Sein Dank ging an seine Familie („Ohne euch könnte ich dieses Amt nicht so ausüben“) und an alle, die zur Wahl gingen. Landrat Hinterseh meinte angesichts einer immer schnelllebigeren Gesellschaft, dass „eine gewisse Kontinuität uns auch allen guttut“ – und dafür stehe Niedereschach mit diesem Ergebnis, auch wenn die Gemeinde deswegen alles andere als still- und bei aller Pluralität auch immer zusammenstehe.
Und auch Martin Raggs Amtsvorgänger Otto Sieber kam gerne zum Gratulieren vorbei. Er meinte in seine Richtung: „Ich freue mich immer, wenn ich mich mit dir austauschen kann.“ Seine Bitte an alle in Niedereschach: „Dass wir zusammenhalten.“
Wer noch gewählt wurde
Sonstige
Zwar war Bürgermeister Martin Ragg als alleiniger Bewerber angetreten. Dennoch gab es natürlich wie immer die Möglichkeit für die Wählerinnen und Wähler, andere Kandidaten auf dem Wahlzettel zu notieren und demjenigen oder derjenigen ihre Stimme zu geben. Im Fall der Niedereschacher Wahl wurden auf diese Weise dieses Mal 256 Stimmen vergeben, was 8,3 Prozent der Stimmen entspricht. Ungültige Stimmen
96 der abgegebenen Stimmen waren ungültig. Das entspricht drei Prozent.