Die Ex-Bürgermeisterin von Hettingen, Dagmar Kuster, wirbt zur Kreistagswahl für sich mit einem Flyer im Amtsblatt.
„Es ist doch eine Persönlichkeitswahl“, sagt FW-Kreistagskandidatin Dagmar Kuster im Gespräch mit unserer Redaktion als Begründung.
Sie war mit dem Flyer, der den Bürgern per Einlage im Burladinger Amtsblatt ins Haus flatterte die einzige Burladinger Kreistagskandidatin der Freien Wähler, die sich selber so direkt in einem Print-Erzeugnis vorstellte. Obwohl sie ohnehin vielen Burladingern bekannt ist. Jahrelang führte sie den Förderverein Jugendmusikschule, ist aktiv in der Stadtkapelle, engagiert sich beim Tennis. Sie, war zehn Jahre im Burladinger Gemeinderat und danach zwölf Jahre Bürgermeisterin der Nachbarstadt Hettingen.
Als sie diesen Beruf vor einigen Monaten an den Nagel hängte, gab die 61-Jährige bereits bekannt, sich in die Rente zurückzuziehen, aber künftig mehr in Ehrenämtern, für die Familie und den Familienbetrieb Labexchange in Hausen da sein zu wollen.
Nummer zwei auf der Liste
Sie ist die zweite auf der Kreistagskandidatenliste der Freien Wähler. Vor ihr führt Burladingens Bürgermeister Davide Licht die Liste an, mit dem sie vor zwei Jahren beim Rathaussturm in Burladingen eine flotte Sohle aufs Parkett legte.
Sind die zwei jetzt aus dem Takt? Hängt bei der Liste der Haussegen schief, wie einige Burladinger unken?„Nein, gar nicht. Bei mir hat niemand angerufen und sich beschwert“, sagt Kuster und verweist darauf, dass ja in den sozialen Netzwerken alle für sich Werbung machen. Das sei ja nichts anderes.
„Ich wollte aber auch etwas Gedrucktes“, betont sie, „nicht nur per Social Media als Werbung auf facebook oder Whatsapp“.