Zwei Stimmen dürfen die Wähler bei der Landtagswahl am Sonntag, 8. März, abgeben. Foto: Sebastian Gollnow

Rund 300 Wahlhelfer sind kommenden Sonntag im Einsatz.

Die Wahlunterlagen sind längst verschickt, das Albstädter Wahlamt steckt in den letzten Vorbereitungen, und die Parteien und Kandidaten befinden sich im Wahlkampf-Endspurt. Am Sonntag, 8. März, wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag.​

 

Ein Trend der vergangenen Jahre bestätigt sich bei den Albstädter Wählerinnen und Wählern: Die Briefwahl ist nach wie vor beliebt. Stand Dienstag haben bereits 6600 wahlberechtigte Albstädter Briefwahlunterlagen beantragt, wie unsere Redaktion auf Anfrage erfährt. Bis zum Wahlsonntag werde sich diese Zahl noch leicht erhöhen, so die Einschätzung des Wahlamtes.

Zum Vergleich: Bei der jüngsten Bundestagswahl 2025 lag die Zahl der Briefwahlanträge bei rund 7500; bei den Kommunalwahlen 2024 bei 7200 Anträgen. Jedoch muss beachtet werden, dass je nach Wahl unterschiedliche Personenkreise wahlberechtigt sind. Daher sei es normal, dass die Anzahl der Briefwahlanträge leicht schwanke, heißt es beim Wahlamt weiter.

Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt

Neu ist bei dieser Landtagswahl unter anderem, dass bereits Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben dürfen. Dazu greift erstmals das Zwei-Stimmen-Wahlrecht. Bedeutet: Wie bei Bundestagswahlen üblich, stimmen Wähler mit der ersten Stimme für einen Direktkandidaten aus dem Wahlkreis (in Albstadt der Wahlkreis 63), mit der Zweitstimme für eine Partei und damit die Sitzverteilung im Landtag ab.

Für das Albstädter Wahlamt fällt angesichts des neuen Wahlrechts insbesondere bei der Stimmenauszählung ein Mehraufwand an. Daher werde die Auszählung vermutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Die Auswirkungen bezüglich der Gestaltung des Stimmzettels betreffen hingegen die Kreiswahlleitung im Landratsamt.

300 Wahlhelfer im Einsatz

Für einen reibungslosen Ablauf der Wahl werden in Albstadt rund 300 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, sowohl in den Wahllokalen im Stadtgebiet als auch im Wahlamt im Ebinger Rathaus, im Einsatz sein. Bereits seit Mitte November habe man die Wahlhelfer verpflichtet. Dementsprechend seien genügend Wahlhelfer gefunden worden.

Und auch die weiteren Vorbereitungen auf die Landtagswahl laufen im Albstädter Wahlamt seit Monaten: Gleich nach der Bekanntgabe des Wahltermins werden die Wahllokale reserviert. Seit Anfang Januar wird das Wählerverzeichnis geführt. Zudem muss an Öffentlichkeitsarbeit und die Ausstattung der Wahllokale mit Urnen, Beflaggung und Co. gedacht werden. Geschult, ausgestattet und koordiniert werden müssen dazu Wahlhelfer und Wahlvorsteher.

ZDF analysiert Wähler

Die größte Aufgabe, so ist aus dem Wahlamt zu hören, sei jedoch die Ausstellung der Briefwahlunterlagen, die seit Ende Januar läuft. Am Wahltag selbst gilt es schließlich das Wahlergebnis festzustellen; die Aufräumarbeiten schließen sich in den darauf folgenden zwei bis vier Tagen an.

Gewählt werden kann in 29 Wahllokalen im Stadtgebiet, dazu sind 15 Briefwahlbezirke eingerichtet. Eine Besonderheit wird es voraussichtlich am Sonntag im Wahllokal in der Tailfinger Lutherschule geben. Dort wird die Forschungsgruppe Wahlen Befragungen durchführen, um für das ZDF Hochrechnungen und Analysen des Wahlergebnisses zu liefern.

Wahlergebnisse

Die Ergebnisse in Albstadt
können ab 18.30 Uhr im Internet abgerufen werden.