Fast durchgehend steht die CDU bei den Gemeinden des Oberen Schlichemtals auf dem ersten Platz und die AfD auf dem zweiten. Es gibt lediglich eine Ausnahme.
Alle acht Gemeinden des Schlichemtals haben überwiegend die Christlich Demokratische Union (CDU) gewählt. So auch die Bürgerinnen und Bürger Schömbergs.
„Die Wahlbeteiligung mit knapp unter 70 Prozent ist zufriedenstellend“, kommentiert Bürgermeister Karl-Josef Sprenger. „Wie in der Vergangenheit konnte in Schömberg die CDU die meisten Stimmen auf sich vereinigen, erstklassig ist das Ergebnis von Frau Dr. Hoffmeister-Kraut (49,5 Prozent), bei den Zweitstimmen (38,5 Prozent) gab es Verluste. Bedauerlicherweise hat auch in Schömberg die AfD (27,6 Prozent) deutliche Zugewinne – ein landesweit zu beobachtendes, beunruhigendes Phänomen.“
Interessant ist der Vergleich zu Schörzingen. Hier schneidet die CDU sowohl bei den Erst- (57,2 Prozent) als auch bei den Zweitstimmen (45,2) besser ab als in der Gesamtstadt Schömberg. Die Alternative für Deutschland (AfD) erweist sich hingegen als weniger beliebt und erreicht nur 19,3 Prozent.
Dotternhausen hebt die Grünen auf Platz 2
Weilen unter den Rinnen hebt sich vor allem mit einer 83,4-prozentigen Wahlbeteiligung hervor. Vergleichbar damit ist nur Ratshausen mit 80,8 Prozent. Letztere legte am Sonntagabend im Wahlkreis als allererste Gemeinde ihre Ergebnisse vor. Dabei sticht besonders hervor, dass die Freie Demokratische Partei (FDP) mit 6,7 Prozent an Erst- und 5,8 Prozent an Zweitstimmen deutlich über dem Landesschnitt von 4,4 Prozent liegt.
Eine Ausnahme im Schlichemtal stellt auch die Gemeinde am Fuße des Plettenbergs dar. In Dotternhausen ist nämlich sehr wohl die CDU erstplatziert (34,2 Prozent), jedoch nehmen die Grünen mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen den zweiten Platz ein. Wie schon häufig unter Beweis gestellt, wird der Umweltschutz in dieser Kommune nunmal großgeschrieben.
Außerdem tut sich SPD-Kandidatin Katja Weiger-Schick mit 7,2 Prozent hervor, ihre Partei erhält 5,2 Prozent der Stimmen. Die blaue Fraktion hält mit über 20 Prozent den dritten Platz.
In Zimmern CDU nur knapp auf Platz 1
Ganz knapp konnte sich die CDU mit 35,7 Prozent in Zimmern unter der Burg die meisten Zweitstimmen sichern, denn die AfD lauert hier mit 35,3 Prozent dicht auf – und das bei einer beachtlichen Wahlbeteiligung von 79,2 Prozent. Bei der letzten Landtagswahl lag der Wert noch bei unter 20 Prozent, dabei war die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl sogar Spitzenreiter in einer der kleinsten Gemeinden des Zollernalbkreises. Bürgermeister Walter Sieber sagt jedoch: „Das ist die freie Entscheidung des Bürgers. Ich werde keinen Wählerwillen kommentieren.“