Gibt es solche Bilder bald auch in Lahr? Ein möglicher Surfpark ist ein heißdiskutiertes Projekt. Foto: Vichra

Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr beantworten im Wahlcheck unserer Redaktion Fragen, die die Menschen in der Region bewegen.

Am 23. Februar sind die Menschen aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.

 

Unsere Redaktion hat Yannick Bury (CDU), Johannes Fechner (SPD), Michael Blos (AfD), Susanne Floss (Grüne), Eileen Lerche (FDP) und Amelie Quotadamo (Linke) aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Diese Woche geht es um Verkehr und Infrastruktur.

Wie stehen Sie zum geplanten Surfpark in Lahr?

Yannick Bury (CDU): Wir sind Tourismusregion. Ein Surfpark wäre für den schon heute wichtigen Tourismus in der Region sicher ein attraktiver zusätzlicher Faktor. Ob und wie das Projekt umgesetzt werden kann, muss die Lahrer Kommunalpolitik entscheiden. Von Bundesseite sollten wir solche innovativen und kreativen Projekte aber unterstützen.

Johannes Fechner (SPD): Das kann eine tolle überregionale Attraktion werden und Arbeitsplätze in unserer Tourismusregion schaffen. Aber es muss genau darauf geschaut werden, wie der Wasserverbrauch und die Wassergewinnung erfolgen und dass der Energieverbrauch aus erneuerbaren Energien kommt.

Michael Blos (AfD): Der geplante Surfpark in Lahr ist kein Thema für die Bundespolitik. Wäre ich jedoch im Lahrer Gemeinderat, würde ich die Position der dortigen AfD-Fraktion unterstützen: Wenn private Investoren sämtliche Kosten, inklusive der Erschließung, tragen, sollte dem Projekt nichts im Wege stehen. Solche Projekte stärken die Region und schaffen Mehrwert.

Wollen in den Bundestag (von links oben nach rechts unten: Yannick Bury (CDU), Johannes Fechner (SPD), Michael Blos (AfD), Susanne Floss (Grüne), Eileen Lerche (FDP), Amelie Quotadamo (Linke). Foto: Parteien

Susanne Floss (Grüne): Wenn der Surfpark auf einer für die Versiegelung ausgewiesenen Fläche verwirklicht werden kann, bin ich dafür offen. Es gibt aber noch ungeklärte Fragen, etwa wo das Wasser herkommen soll oder wen der damit verbundene Verkehr belasten würde. Es handelt sich um ein privates Vorhaben. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln sollten nicht fließen.

Eileen Lerche (FDP): Unternehmerisches Engagement, das einen Mehrwert für den Tourismus in der Region bringt, unterstützen wir grundsätzlich. Wir stehen dem Surfpark offen gegenüber, solange das Konzept nachhaltig ist.

Amelie Quotadamo (Linke): Der geplante Surfpark ist eine schöne Idee, dennoch sollte man öffentliche Gelder in Projekte stecken, die mehr Menschen zugute kommen. Beispielsweise öffentliche Schwimmbäder oder sozialer Wohnungsbau.