Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr beantworten im Wahlcheck unserer Redaktion Fragen, die die Menschen in der Region bewegen.
Am 23. Februar sind die Menschen aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.
Unsere Redaktion hat Yannick Bury (CDU), Johannes Fechner (SPD), Michael Blos (AfD), Susanne Floss (Grüne), Eileen Lerche (FDP) und Amelie Quotadamo (Linke) aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Diese Woche geht es um Verkehr und Infrastruktur.
Wann wird die neue Kreisstraße in der südlichen Ortenau fertig?
Yannick Bury (CDU): Wir sollten als Region alles daransetzen, 2028 als Ziel zu halten. Vor allem, weil eine Entlastung der lärmgeplagten Anwohner in Kippenheim überfällig ist. Aber auch mit Blick auf den Ausbau der Rheintalbahn werden wir die Verkehrskapazitäten brauchen. Insgesamt dauern solche Projekte viel zu lange, darum müssen wir das Planungsrecht entrümpeln.
Johannes Fechner (SPD): Nach vielen Gesprächen insbesondere mit Landrat und Kreisräten bin ich zuversichtlich, dass ein Spatenstich noch in diesem Jahrzehnt erfolgen könnte. Das entlastet viele Anwohner von Lärm und Gestank. Großes Lob gebührt Bürgern und Bürgerinitiativen für ihr jahrelanges Engagement.
Michael Blos (AfD): Ich wünsche vor allem den Kippenheimern, dass die Kreisstraße in der südlichen Ortenau möglichst schnell fertig wird. Das hängt jedoch vom Zusammenspiel der politischen Akteure ab. Die AfD-Fraktionen im Kreistag und in den Kommunen werden alles tun, um eine zügige Umsetzung zu unterstützen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden.
Susanne Floss (Grüne): Die bisherigen Versprechungen werden sich nicht einhalten lassen. Eine Entscheidung des RP, was für eine Art von Planungsverfahren durchgeführt werden muss, ist noch nicht bekannt. Es gibt also bisher kein Baurecht. Für den Anschluss in Lahr sind Finanzmittel des Kreises nicht gesichert. Es ist noch Zeit, stattdessen für die Verkehrswende zu kämpfen!
Eileen Lerche (FDP): Der Plan sieht eine Fertigstellung 2028 vor. Die Anlegung des Radschnellwegs für 4,6 Millionen Euro ist herausfordernd, da für 2025 keine Mittel und für 2026 nur 570 000 Euro eingeplant sind. Unsere kommunalen Mandatsträger setzen sich für eine schnelle Umsetzung ein, insbesondere wegen der Zusatzbelastungen durch den Rheintalbahnausbau ab 2036.
Amelie Quotadamo (Linke): Die geplante neue Kreisstraße soll nach aktuellen Planungen bis 2028 fertiggestellt werden. Die Linke fordert dennoch, öffentliche Mittel in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und nachhaltigere Mobilitätskonzepte fließen zu lassen, um den Individualverkehr zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.