Einen sechsspurigen Ausbau der A 5 zwischen Lahr und Offenburg fordern seit Jahren viele Menschen. Foto: Schabel

Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr beantworten im Wahlcheck unserer Redaktion Fragen, die die Menschen in der Region bewegen.

Am 23. Februar sind die Menschen aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Während die Zweitstimme an eine Partei geht, wählen die Menschen mit der Erststimme einen Direktkandidaten für das Parlament.

 

Unsere Redaktion hat Yannick Bury (CDU), Johannes Fechner (SPD), Michael Blos (AfD), Susanne Floss (Grüne), Eileen Lerche (FDP) und Amelie Quotadamo (Linke) aus dem Wahlkreis Emmendingen-Lahr Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Diese Woche geht es um Verkehr und Infrastruktur.

Wann ist die A 5 sechsspurig?

Yannick Bury (CDU): Eine der größten Enttäuschungen der letzten Wahlperiode war, dass die Ampel die A 5 zwischen Offenburg und Freiburg nicht in die Liste der beschleunigten Projekte aufgenommen hat. Diese Fehlentscheidung muss korrigiert werden. Die Autobahngesellschaft rechnet nicht mit einem Baubeginn in diesem Jahrzehnt. Das dürfen wir nicht hinnehmen.

Johannes Fechner (SPD): Dazu hatte ich vor wenigen Wochen ein Gespräch mit der zuständigen Autobahn GmbH und die ersten Planungsaufträge sind vergeben worden. Allerdings ist laut Autobahn GmbH in diesem Jahrzehnt nicht mehr mit der Fertigstellung des Ausbaus zu rechnen, weil wir enormen Sanierungsstau etwa bei baufälligen Brücken haben.

Michael Blos (AfD): Je früher, desto besser. Die Erweiterung ist überfällig, doch unter der aktuellen Politik ziehen sich solche Projekte oft endlos hin. Wir setzen uns für eine schnellere Umsetzung ein, für die AfD haben Infrastrukturprojekte Priorität. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist essenziell für unsere Wirtschaft. Aber das wird davon abhängen, wer im Bund regiert.

Wollen in den Bundestag (von links oben nach rechts unten: Yannick Bury (CDU), Johannes Fechner (SPD), Michael Blos (AfD), Susanne Floss (Grüne), Eileen Lerche (FDP), Amelie Quotadamo (Linke). Foto: Parteien

Susanne Floss (Grüne): Es ist nicht genug Geld da, um alle Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan zu finanzieren. Nötig ist, dass in unserer Region erst einmal die vorhandenen Brücken und Straßen saniert werden. Ausgebaut werden müssen dann zuerst die Schienenwege.

Eileen Lerche (FDP): So schnell wie möglich. Durch die Planungsbeschleunigungen der Ampel-Regierung können wir den Ausbau beschleunigen. Mit dem Bundesverkehrswegeplan 2023 ist geplant, den Abschnitt von Offenburg bis Freiburg in naher Zukunft auf sechs Spuren auszubauen.

Amelie Quotadamo (Linke): Es wäre besser, für mehr Sicherheit auf der dicht befahrenen A 5 zu sorgen, beispielsweise mit einem Tempolimit von 120. Das würde die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Zudem ist es uns wichtig, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, mehr Menschen dazu zu bewegen, mit dem Zug zu fahren, und die Straßen zu entlasten.