Die Kirchengemeinderat-Wahl bringt für Wildberg einige Änderungen. Nicht nur, dass sich die Gremien neu zusammensetzen – auch eine Gemeindefusion steht an.
Die Wahlen zum Kirchengemeinderat (KGR) rückt näher. Dieser Tage haben zahlreiche Kirchenmitglieder der evangelischen Kirche ihre Unterlagen erhalten – auch in Wildberg wird am 30. November zur Wahl aufgerufen.
In Wildberg ist die Situation dieses Jahr eine besondere: Mit dem neuen Kirchenjahr ab dem 1. Dezember ändert sich auch die Aufteilung der Gemeinde. Wildberg und Effringen-Schönbronn, die bislang jeweils eigenständige Gemeinden waren, schließen sich zu einer Kirchengemeinde zusammen. Bislang waren Effringen und Schönbronn jeweils mit eigenen KGR versehen – Effringen mit acht, Schönbronn mit sechs. Diese Gremien wachsen jetzt zusammen.
Kandidaten aus allen Ortsteilen
Für die zwölf Plätze gibt es zwölf Kandidaten. Aus der Kernstadt aufgestellt wurden Tobias Vogt, Joachim Hummel, Sarah Huß, der derzeitige KGR-Vorsitzende Ulrich Schanz, Gottfried Deuble und Alexandra Stumpf.
Aus Effringen kommen Monika Braun, Hartmut Diehl, Ralf Reichstetter und Manuel Waidelich. Für Schönbronn hat sich die dortige Mesnerin Helga Kugel aufstellen lassen. Ebenfalls aus Schönbronn kommt die mit 27 Jahren jüngste Kandidatin Jana Peukert.
Sie alle stellen sich auf der Homepage der Kirchengemeinde Wildberg vor und erklären, was sie zur Kandidatur bringt. Besonders im Fokus steht für viele der zukünftigen Räte die Herausforderung, die beiden Gemeinden zusammenwachsen zu lassen.
Doch auch sich in der Gemeindearbeit (noch mehr) einzubringen, ist ein Grund, der genannt wird, etwa von Sarah Huß. Die Kirche als Ort des Willkommens, an dem sich Menschen angenommen fühlen und auch immer mehr Menschen in der Kirchengemeinde eine Heimat zu bieten, sind ebenfalls häufig genannte Gründe, zum Beispiel von Ulrich Schanz, Gottfried Deuble und Ralf Reichstetter und Jana Peukert. Sie möchte die Kirchengemeinde auch für Kinder und Jugendliche attraktiv machen. Um Gemeinschaft geht es auch Hartmut Diehl. Er stellt die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen heraus.
Auch persönliche Gefühle werden genannt. Tobias Vogt etwa begründet seine Kandidatur damit, dass die Gemeinde ihm sehr viel gebe. Mit dem Amt könne er etwas zurückgeben. Alexandra Stumpf möchte sich weiter für die Gemeinde einsetzen, die „ihr und ihrer Familie eine Heimat“ biete.
Der KGR wird auf sechs Jahre gewählt, das Amt ist ehrenamtlich. Jeder Wahlberechtigte hat zwölf Stimmen. Einer Person können maximal zwei Stimmen gegeben werden. Die KGR entscheiden über die Belange der jeweiligen Kirchengemeinde, etwa Personal-, Finanz- und Baufragen.
Sieben Kandidaten für die Gemeinde Sulz-Gültlingen
Zeitgleich wird auch in Sulz am Eck und Gültlingen jeweils der KGR gewählt. Sieben Kandidaten haben sich für die Gemeinde Sulz zur Wahl gestellt. Jeanette Dengler, Günter Gärtner, Simon Proß, Bernd Schmidt und Timo Roller sind schon seit längerem im KGR. Elke Brösamle und Leonie Proß stellen sich das erste Mal zur Wahl.