Zur „Waggis Air“-Premiere der „Sädeli Waggis“ vor einem Jahr traten bereits acht Guggemusiken an – bei der diesjährigen Ausgabe war die Zahl mit vierzehn Akteuren erneut geklettert.
Dabei waren all jene Cliquen und Guggen, die sich sozusagen als Zaungäste auf dem Hausener Festplatz einfanden, gar nicht mitgerechnet. Beispielsweise die schwarzbefrackten „Rhyfelder Wildsäu“ oder auch Schopfheims „D’Namelose“. Fast hätte sie niemand erkannt in ihrem neuen Häs, das mit changierendem Grau punktet und die bisherigen Farben alt aussehen lässt.
Hunderte kleine und große Besucher bevölkerten die Festmeile anlässlich des zweiten Soundgewitters der ebenfalls jungen Clique „Sädeli Waggis“ als Veranstalter.
„Gute Connections“
Zur Frage, wie es den Organisatoren gelungen ist, so viele namhafte Guggen aus dem Umland zu gewinnen, liefert Olivia vom Team Kasse die Antwort: „Unser Cliquenchef Daniel König verfügt über gute Connections“. Es müssen sehr gute Kontakte sein, da die Termine bekanntlich lange im Voraus feststehen. Oder wie die Mitglieder der Höllsteiner Frösche Clique sagen würden: „Wem g’härsch du?“
Wer zu wem gehörte, zeigte sich auf dem Schulhof als Schauplatz allein durch die Farben: Überall in der Menge ließen sich rot-schwarze, grün-orange oder etwa pinkfarbige Pulks entdecken, die sich unter anderem an Rahmwaie stärkten, dem Takt folgten und gut drauf waren.
Schlachtruf „Huuse Ho“
Ex-Burgi Martin Bühler hatte sich mit familiärem Anhang eingefunden, und natürlich konnte er ein „Narri Narro“ nicht gelten lassen. In Hausen sagt der Fasnächtler „Huuse ho“.
Die eigens errichtete Bühne hatten derweil die Grenzacher „Node Chaode“ erklommen, um mit unüberhörbaren Akkorden die Waggis Air-Meile zu beschallen. „Alles nur geklaut“, schmetterten die Bläser, ein Titel wie für die fünfte Jahreszeit gemacht, allein wegen des Mitsing-Potenzials für Nicht-Sänger.
Den Auftakt des Vierviertel-Takt-Spektakels hatten die Schlierbach Schränzer aus der Fahrnauer Nachbarschaft übernommen. Davor erklang Musik aus der Dose. Zur Mittagsstunde füllte sich das Areal schnell. Binnen kurzer Zeit versammelten sich Massen an Publikum aus dem Ort und entferntem Gefilde. Gar aus Konstanz reiste die Gugge X-Treme an. Anders als die Schopfheimer Namenlosen hatten die Konstanzer ihr neues Häs einfach „X-Treme-Zammegflickt“, wie sie schmunzelnd ausführen. Vorausgegangen war die Suche nach Flicken, wie sie erzählen. Und ein gleichnamiger neuer Hit fiel auch noch ab.
Stimmungshoch hält sich
„Vor 22 Uhr geben wir keine Ruhe“, ließen die Veranstalter bereits um die Mittagszeit wissen. Bis dahin unterhielten Guggen aus Zell, Dossenbach, Rheinfelden, Whylen, Eimeldingen, Maulburg, Weil am Rhein die Zuhörer und sorgten dafür, dass das Stimmungshoch sich durchweg hielt.