Der Großauftrag für die Neuausrüstung der Bundeswehr mit dem G95 (Bild) ist nur ein Baustein im Erfolgspaket von Heckler & Koch. Foto: Daniel Karmann/dpa

Steigerung um fast 90 Prozent – der Auftragseingang beim Oberndorfer Rüstungskonzern Heckler & Koch erreicht Rekordniveau. Der Wachstumskurs geht weiter.

Heckler & Koch hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Wachstumskurs fortgesetzt und gezielt in den Ausbau seiner industriellen Kapazitäten investiert. Laut Pressemitteilung haben sich Umsatz und Ergebnis positiv entwickelt. Gleichzeitig reagiere das Unternehmen mit zusätzlichen Investitionen auf die anhaltend hohe Nachfrage von Sicherheitsbehörden und Streitkräften.

 

Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 393 Millionen Euro (Vorjahr: 343,4 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei 67,9 Millionen Euro (Vorjahr: 63,1 Millionen Euro), während das Ergebnis nach Steuern (EAT) um mehr als ein Viertel auf 39,5 Millionen Euro anstieg (Vorjahr: 31,5 Millionen Euro).

Erweiterte Kapazitäten ausgelastet

Damit bestätige sich die robuste wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025. Die Zahlen zeigten, dass Heckler & Koch seine industrielle Leistungsfähigkeit weiter steigern konnte. Geplante Investitionen in Automatisierung, moderne Infrastruktur und optimierte Produktionsprozesse sollen die Produktivität weiter erhöhen.

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2025 bei 802 Millionen Euro (Vorjahr: 426,2 Millionen Euro) und bilde eine solide Grundlage für die Auslastung der erweiterten Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren. Gleichzeitig unterstreiche er die weiterhin hohe Nachfrage nach moderner und zuverlässiger Ausrüstung für Sicherheits- und Streitkräfte.

„Die globale Sicherheitslage bleibt angespannt. Gleichzeitig erwarten unsere Kunden zu Recht höchste Qualität und verlässliche Lieferfähigkeit“, erklärt Vorstandsvorsitzender Jens Bodo Koch: „Deshalb investieren wir konsequent in Kapazitäten, Technologie und Infrastruktur.“

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Investitionsprogramms HK100 – das steht für die Investitionssumme 100 Millionen Euro – habe Heckler & Koch seine industriellen Kapazitäten erweitert und zentrale Fähigkeiten modernisiert. Aufbauend darauf plane das Unternehmen in den kommenden Jahren weitere Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro, insbesondere in den Ausbau von Produktionskapazitäten am Standort Oberndorf, in zusätzliche industrielle Infrastruktur sowie in gezielte Effizienzsteigerungen.

Finanzvorstand Andreas Schnautz betont: „Unsere wirtschaftliche Entwicklung zeigt, dass Heckler & Koch stabil und profitabel arbeitet. Gleichzeitig investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Unternehmens. Der Ausbau unserer Kapazitäten und die Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig.“

Sicherheitsbehörden und Streitkräfte in Deutschland, Europa und im transatlantischen Bündnis setzten weiterhin auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte von Heckler & Koch. Vertriebsvorstand Marco Geißinger erklärt: „Unsere Kunden benötigen Systeme, die unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig und präzise funktionieren. Dieses Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Produkte bestätigt unsere technologische Kompetenz und unsere konsequente Ausrichtung auf die Anforderungen von Polizei- und Militärkunden.“

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht der Vorstand das Unternehmen strategisch gut aufgestellt. Die Kombination aus hoher Nachfrage, erweiterten Produktionskapazitäten und kontinuierlichen Investitionen bildet die Grundlage für eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung: „Wir investieren gezielt in Technologie, Innovation, unsere Mitarbeiter und Nachhaltigkeit. Diese Investitionen stärken unsere industrielle Basis und stellen sicher, dass wir für unsere Kunden ein verlässlicher und resilienter Partner bleiben“, so Koch.