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Waffenarsenal Festgenommener stammt aus Wildberg

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Tatort Wächtersberg: Hier wurde ein 36-Jähriger mit einem ganzen Waffenarsenal festgenommen. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Wildberg - Woher stammt der Waffennarr, der im Sommer im Kreis Calw festgenommen wurde? Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft hüllten sich bei dieser Frage bislang in Schweigen. Doch die Online-Kollegen im Pforzheimer Polizeipräsidium haben dieses Detail nun preisgegeben. Und wir fanden Zeugen, wie und wo der 36-Jährige dingfest gemacht wurde. Mehr lesen Sie in unserem (SB+)-Beitrag.

Es war an einem strahlend schönen Sommertag im August, als Bewohner in der Sulzer Straße auf dem Wildberger Wächtersberg sich neugierig aus den Fenstern und über die Balkongeländer lehnten. "Es war kurz vor halb vier", sagt ein Zeuge, den wir ausfindig gemacht haben. Im Gespräch mit unserer Zeitung erinnert er sich: "Alles war voller Polizei, viele mit Schutzwesten und Helmen. Ein Riesenapparat. Selbst die Feuerwehr stand mit einem Feuerwehrauto in Bereitschaft."

Was hier in dem Nachbarhaus damals genau geschah und warum die Polizei mit einem solchen Großaufgebot aufgefahren war, blieb aber auch den Nachbarn zunächst verborgen. "Dass da etwas Größeres war, haben wir uns gleich gedacht", sagt ein Anwohner. Der Einsatz dauerte Stunden: "Erst abends um 10 sind die raus." Bei der Esso-Tankstelle unten in der Stadt hätten sich die Einsatzkräfte dann versammelt.

Ungewollt preisgegeben

Nun, ein gutes Viertel Jahr später, wissen auch die Nachbarn,wer der Polizei ins Netz ging und wo genau der Tatort war. Dank des Hashtags "Wildberg" auf der Facebookseite der Pforzheimer Polizei, der eher ungewollt das ermittlungstaktische Detail preisgab.

In den Fokus der Kriminalpolizei war aufgrund von Hinweisen besagter 36-Jährige Bewohner eines Mehrfamilienhauses geraten, der diesen Hinweisen zufolge in Besitz von Waffen und Sprengstoff sein sollte. Bei der Hausdurchsuchung an jenem schönen Augusttag fanden die Ermittler dann – wie berichtet – drei scharfe Schusswaffen und in weiteren angemieteten Räumen des Mannes weitere Waffenteile sowie Chemikalien und Substanzen, die zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sein könnten. Der 36-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Seit 15. August sitzt der Mann nun in Untersuchungshaft. Ermittelt wird derzeit auch noch gegen drei weitere Personen, die aber auf freiem Fuß sind.

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums wollte Wildberg als Wohnort des Täters auf Nachfrage weder dementieren noch bestätigen. Ulrich Bünger, Wildbergs Bürgermeister, zu den Vorkommnissen in seiner Stadt befragt, gab sich ähnlich wortkarg. In Absprache mit den anderen Polizeibehörden verwies er an die Pressestelle der Polizei: "Mehr habe ich dazu nicht zu sagen."

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