Im Bereich Bundesstraße 28/Cresbacher Straße soll ab 2026 die Heizzentrale für das Dornstetter Wärmenetz entstehen. Die Versorgung der ersten Wärmekunden im kommenden Winter erfolgt zunächst über den zu erneuernden Gas-Zusatzkessel sowie das Blockheizkraftwerk im Schulzentrum. (Visualisierung) Foto: BS Ingenieurgesellschaft/Architektur Schneider

Der Dornstetter Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Nahwärmeversorgung für das Jahr 2025 beschlossen. Der sieht erneut eine Kreditaufnahme vor – auch weitere bis 2028 sind unumgänglich.

Bei drei Enthaltungen hat der Dornstetter Gemeinderat den Festsetzungsbeschluss für das Wirtschaftsjahr 2025 des Eigenbetriebs Nahwärmeversorgung gefasst.

 

Das Zahlenwerk weist im Erfolgsplan – der Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen – ein Minus von 89 500 Euro aus. Betrachtet man den Liquiditätsplan, so sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von 2,84 Millionen vorgesehen. Die Kreditermächtigung beläuft sich auf 2,24 Millionen Euro, Verpflichtungsermächtigungen sind mit 6,49 Millionen Euro im Plan. Der Höchstbetrag der Kassenkredite liegt bei 100 000 Euro.

So weit die nackten Zahlen. Kämmerer Jochen Köhler erläuterte zum besseren Verständnis einige Details. Er wies zudem darauf hin, dass man sich bei Erträgen und Aufwendungen ganz auf die Zahlen verlasse, die die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kalkuliert habe. Ebenso verlasse man sich im Bereich Investitionen auf die Ergebnisse der ebenfalls extern beauftragten Ingenieurbüros.

Drei Bauabschnitte

Vor dem Hintergrund, dass der Eigenbetrieb im Januar 2023 gegründet worden sei und sich noch im Aufbau befinde, skizzierte Köhler einen Zeitplan bis zum Winter 2028. So sei die erste Wärmelieferung im Herbst/Winter 2025 geplant (Bauabschnitt eins, Phase eins), die Heizzentrale solle in den Jahren 2026 und 2027 errichtet werden (Bauabschnitt zwei). Im Bauabschnitt drei, als bisher letzter geplanter Bauabschnitt, soll die Wärmelieferung voraussichtlich im Herbst/Winter 2028 erfolgen.

Die 2025 vorgesehenen Investitionen umfassen 2,2 Millionen Euro in das Wärmenetz (zweite Finanzierungsrate), 490 000 Euro in die Wärmeübergabestationen (erste Finanzierungsrate) und 250 000 Euro in die Heizzentrale (Schulzentrum). An investiven Einnahmen sind 600 000 Euro durch Kostenbeiträge für Hausanschlüsse eingeplant.

2027 erstmals ein Überschuss

Was den Schuldenstand angeht, verwies Köhler auf die Kreditaufnahme von einer Million Euro im Dezember 2024. Die weiteren genannten Kredite 2025 in Höhe von 2,24 Millionen Euro dienten der Erfüllung der in diesem Jahr geplanten Maßnahmen.

Mit Blick auf die mittelfristige Finanzplanung geht die Stadtverwaltung laut Köhler davon aus, dass 2027 ein Überschuss in Höhe von 41 200 Euro und 2028 ein Überschuss in Höhe von 125 000 Euro erwirtschaftet werden kann.

Gesamt-Investitionsvolumen: knapp 13 Millionen Euro

Das Investitionsvolumen von 2026 bis 2028 sei in der Größenordnung von rund 12,84 Millionen Euro anvisiert. Die Investitionen sollen finanziert werden durch Einnahmen aus Zuschüssen, Hausanschlusskosten-Beiträgen und Entnahmen aus der Liquidität. Eine verbleibende Finanzierungslücke sei dann durch Kredite in Höhe von insgesamt 5,5 Millionen Euro zu decken.

So weit der Plan. Wobei, betonte Köhler auch, ein Sicherheitspuffer einkalkuliert worden sei, indem die Investitionskosten indexiert worden seien. Laut Fachliteratur bezieht sich die Indexierung in der Plankostenrechnung und der Kostenplanung auf die prozentuale Umrechnung von Kostenstandards aufgrund von Preisänderungen der Kostengüter. Was bei sonst unveränderten geplanten Verbrauchs- und Leistungsmengen geschieht.

Dennoch handele es sich, so Köhler, bisher zu 100 Prozent um geschätzte Kosten. Es werde sich zeigen, inwieweit die Ausschreibung und die Vergabe der Bauleistungen zu veränderten Kosten führe.