Bei der interkommunalen Wärmeplanung geht es auch um die Nutzung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen wie auf dem Aldi-Discounter in Schwörstadt. Foto: Heinz Vollmar

Die interkommunale Wärmeplanung für den Landkreis Lörrach, die im Jahr 2022 verabschiedet wurde, wird auch künftig die Gemeinde Schwörstadt beschäftigen.

Hintergrund ist die Teilnahme der Gemeinde im Rahmen eines durch das Land Baden-Württemberg geförderten Projekts an der interkommunalen Wärmeplanung des Landkreises Lörrach.

 

Der Landkreis Lörrach hatte in einem Pilotprojekt eine interkommunale Wärmeplanung für alle 35 Städte und Gemeinden des Landkreises erstellt, welche auf eine klimaneutrale kommunale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 abzielt. Damit ist der Landkreis Lörrach der erste Kreis, der eine entsprechend rechtliche Regelung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg umsetzt.

In der letzten Sitzung des Gemeinderates vor Weihnachten ging es daher um eine rein formale Kenntnisnahme per Beschlussfassung aus förderrechtlichen Gründen.

Gleichzeitig wurde darauf verwiesen, dass Teile des Abschlussberichts auf einem Datenstand aus dem Jahr 2022 beruhen und damit einzelne Aussagen, Empfehlungen oder Potenzialeinschätzungen inzwischen ganz oder teilweise durch neue Entwicklungen überholt sind.

Beispielhaft genannt wurde daher die Prüfung einer alternativen Energiegewinnung im Rahmen des Baugebiets „Am Rhein“ sowie ein mittlerweile beschlossener Bebauungsplan für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage. Hauptmaßnahmen zur Wärmewende und die Empfehlungen für das weitere Vorgehen betreffen im Abschlussbericht vor allem Machbarkeitsstudien für die Entwicklung von Nahwärmenetzen, den Ausbau von Dachnutzungen für Photovoltaikanlagen sowie eine Sanierungsoffensive im Hinblick auf die Gebäudeeffizienz.

Darüber hinaus geht es um die Prüfung von Mikronetzen für öffentliche Gebäude und die Entwicklung von PV-und Solarthermie-Freiflächen.

Damit einhergehen sollen unter anderem zielgerichtete Informationen für die Bürger zur Nutzung vorhandener Förderprogramme sowie die Erstellung von Energieeffizienz-Masterplänen für kommunale Gebäude und Handlungsempfehlungen für private Eigentümer.