Der Blumberger Gemeinderat nimmt eine Bestandsaufnahme vor und befasst sich mit der Zukunftsstrategie für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
An den ersten Stellschrauben für eine klimaneutrale Wärmeversorgung wird in der Stadt Blumberg gedreht. Bereits bei der Gemeinderatssitzung im Februar stand der Beschluss für die künftige Wärmeplanung im Verbund mit den Nachbarkommunen Geisingen und Immendingen auf der Agenda.
Der Auftrag für die Planung wurde an die Firma Badennova Netze in Freiburg vergeben. Als überregionaler Energie- und Umweltdienstleister kümmert sich dieses Unternehmen um eine effiziente und nachhaltige Versorgungsinfrastruktur in den Bereichen Strom, Wasser, Gas und Energie.
In der Gemeinderatssitzung standen jetzt erste Strategiefindungen im Fokus, beispielsweise, wie der Wärmebedarf der Gebäude in der Kommune reduziert werden und der verbleibende Wärmebedarf bis 2045 auf klimaneutrale Werte gesenkt werden kann.
Mit einer ersten Bestands- und Potenzialanalyse, dem Zielszenario inklusive einer Wärmewende-Strategie mit Maßnahmenkatalog wurden zahlreiche Daten und Fakten gesammelt und vorgestellt. Auf Grundlage der erhobenen Daten erzeugte die Firma Badenova Netze einen digitaler Zwilling der Stadt Blumberg.
Anteil der fossilen Energien dominiert
Projektleiter Marco Schneider stellte in der Sitzung ein Zwischenergebnis vor. „Wie in den nächsten zwei Jahrzehnten die Klimaneutralität realisiert werden kann, soll eine Potenzialanalyse schrittweise dokumentieren“, sagte er. Mit über 80 Prozent ist der Anteil der fossilen Energien dominierend.
Lediglich zwölf Prozent werden laut seinen Ausführungen von regenerativen Energien abgedeckt, wie eine Bilanz zeigt. Mit Wind- und Solarenergie, Photovoltaik und Wärmepumpen soll eine kontinuierliche Veränderung geschaffen werden. Für Bürgermeister Markus Keller sind die ersten Weichen gestellt, und wenn alles gut läuft, könne auch aufgrund von Förderprogrammen das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 umgesetzt werden.