Für die kommunale Wärmeplanung wird das ehemalige Grundschulgebäude in Aichhalden für ein Nahwärmenetz eine Rolle spielen. Foto: Herzog

Für die kommunale Wärmeplanung gibt die Gemeinde rund 4500 Euro aus.

Vor einem Jahr haben sich die Kommunen Aichhalden, Eschbronn, Hardt, Lauterbach, Schiltach und Schenkenzell zum Konvoi „Rottweil-Schwarzwald“ zusammengeschlossen.

 

Aufgrund ihrer Einwohneranzahl sind sie im Gegensatz zu größeren Städten (noch) nicht verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. „Es ist aber nicht so, dass wir das freiwillig tun. Denn der Gesetzgeber sagt, wenn ihr das jetzt macht, gibt es Zuschuss, später nicht mehr. Und dann wird es auch für uns verpflichtend“, stellte Bürgermeister Michael Lehrer im Gemeinderat klar.

80 Prozent Zuschuss

Nach Darstellung durch Sachbearbeiter Ralf Herzog hatte sich die Gemeinde Schenkenzell bereit erklärt, federführend einen Antrag auf Förderung für die freiwillige kommunale Wärmeplanung beim Projektträger Karlsruhe zu stellen.

Dieser Antrag sei im November positiv in Höhe von 73 100 Euro beschieden worden. Dies entspreche dem Förderhöchstbetrag für den Konvoi und liege bei 80 Prozent der tatsächlichen Kosten.

Der Projektzeitraum sei vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2026 festgelegt, schilderte Herzog. Es seien sieben Dienstleister angeschrieben und zur Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. Bis zur Submission seien zwei Angebote eingegangen und die Bewertung durch eine individuelle Punktvergabe von Zuschlagskriterien erfolgt. Aufbau, Methodik, Ablauf- und Zeitplanung seien mit 55, Preishöhe mit 30 und Kommunikationsstrategie mit 15 Prozent gewichtet worden, erläuterte der Sachbearbeiter.

Kosten auf drei Jahre verteilt

Im Ergebnis habe die Badenova Netze mit einem Preis von 91 150 Euro knapp vorne gelegen. Bei der Vergabe an die Badenova liege die Förderung bei 72 923 Euro. Die Verteilung der Kosten auf die beteiligten Kommunen geschähe entsprechend der in der Kooperationsvereinbarung festgelegten Anteile. Danach müsse Aichhalden 4492 Euro bezahlen.

Diese Kosten fielen verteilt auf die Jahre 2025, 2026 und 2027 an, so Herzog. Mit der Badenova, ergänzte der Bürgermeister, habe man einen starken Partner, der mit Schiltach und Schenkenzell fest verbunden sei. „Ich bin gespannt, was am Schluss rauskommt. 4500 Euro ist zwar keine große Summe, aber trotzdem Steuergeld“, urteilte Lehrer.

Auf Anfrage von Alexander Kunz, ob die Kosten nach Einwohnerzahl ermittelt worden seien, erklärte der Bürgermeister: „Nach Einwohnerzahl und Fläche waren Kriterien“.

Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans an die Badenova.