Die Stadt Sulz will im Forst einige Investitionen tätigen. Diese wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt.
Damit im Wald auch im Jahr 2026 gut gewirtschaftet werden kann, stellten Vertreter des Forsts ihre Finanzplanung im Gemeinderat vor. Diese wird aber erst im Rahmen der Haushaltsplanberatungen endgültig beschlossen.
In der Planung sind einige große Maßnahmen aufgeführt, wie Josephine Crocoll, Forstrevierleiterin für Vöhringen und Bergfelden aufzeigt. So sollen etwa 18 000 Euro für die Wildtierschadensverhütung ausgegeben werden. Die Maßnahme sei für eine Fläche von 36 Hektar angedacht. Dabei würden Streichmittel auf die Knospen aufgetragen werden.
Investition in die Zukunft
Fast 16 000 Euro sollen für die Bekämpfung des Borkenkäfers verwendet werden. Darunter fielen auch das Schadholzmonitoring und die jeweiligen Maßnahmen – sei es das Wegschaffen von befallenen Bäumen oder auch in schlimmeren Fällen der Einsatz von Gift.
In die Jungbestandspflege sollen 40 000 Euro für 15,4 Hektar fließen. Dies sei zwar eine hohe Summe, aber es sei eine Investition in die Zukunft, so Crocoll. Es werde eine große Anzahl an Baumarten gepflanzt, um die Vielfalt zu bewahren und die Wälder klimastabiler aufzustellen. Dadurch werde das Risiko gestreut, erklärt die Expertin.
Fernkeil soll Sicherheit erhöhen
Dennoch setze man auf die natürliche Verjüngung des Waldes. Es werde nur an Stellen gepflanzt, an denen die heimischen Bäume keine Chance mehr haben, betont Förster Karlheinz Mertes.
Für die Kultursicherung sind Aufwendungen von knapp 63 000 Euro eingeplant. Davon würden 8000 Euro Förderung vom Land kommen. Außerdem soll es noch eine besondere Anschaffung geben: einen Fernkeil, der eine höhere Sicherheit beim Fällen von Eschen verspricht. Die Kosten belaufen sich auf 3500 Euro.
Hoffnung auf neutrales Ergebnis
Insgesamt werde ein Minus von etwa 1200 Euro am Ende bleiben. Man hoffe aber auf eine Verbesserung und damit auf ein neutrales Endergebnis.